30.000 offene Stellen im öffentlichen Dienst: Veteranen als wichtigste Personalreserve.

30.000 offene Stellen im öffentlichen Dienst: Veteranen als wichtigste Personalreserve
30.000 offene Stellen im öffentlichen Dienst: Veteranen als wichtigste Personalreserve

Vom Kriegsdienst ins Parlament: Die Geschichte eines Veteranen

Nach Angaben von TSN.ua: Artem, ein ehemaliger Soldat der ukrainischen Streitkräfte, beendete seinen Militärdienst im Jahr 2023 und arbeitet jetzt im Apparat der Werchowna Rada. Dort befasst er sich mit Gesetzen im Bereich der humanitären Hilfe. Seine Erfahrungen aus der Armee könnten für den öffentlichen Dienst, der derzeit mit großen personellen Herausforderungen kämpft, ein wertvolles Gut sein. In der Ukraine sind aktuell 30.000 Stellen im Staatsdienst unbesetzt – eine Chance für Veteranen, die als wichtiger Personalpool in Frage kommen.

Artem begann seine militärische Laufbahn 2017, nach den Explosionen in einem Munitionslager in Kalyniwka. 2022 wechselte er in eine Kampfeinheit der 115. mechanisierten Brigade, wo er als Kompaniechef diente. Bei Gefechten nahe des Flughafens von Donezk wurde er schwer verwundet und musste lange behandelt werden. Trotz aller Widrigkeiten schaffte er es, seinen Dienst 2023 zu beenden.

30.000 offene Stellen: Der Staatsdienst wartet auf Veteranen

Von insgesamt 200.000 Positionen im ukrainischen öffentlichen Dienst sind 30.000 unbesetzt. Das eröffnet Perspektiven für Veteranen, die über umfangreiche Erfahrungen und Kompetenzen verfügen, die für den Staatsdienst nützlich sein können.

Wolodymyr Serwetnyk erklärte: 'Es gibt freie Stellen von der einfachen Tätigkeit bis zur Führungsebene. Wenn Veteranen erkennen, dass ihre Fähigkeiten, ihre Erfahrungen und ihre Talente im öffentlichen Dienst gefragt sind, bin ich überzeugt, dass sie einen passenden Posten finden werden.'

Die finanzielle Seite

Das Durchschnittsgehalt auf lokaler Ebene liegt bei etwa 22.000 Griwna, während es auf zentraler Ebene rund 36.000 Griwna beträgt. Diese Zahlen könnten für Veteranen, die eine Karriere im Staatsdienst in Betracht ziehen, ein zusätzlicher Anreiz sein. Artem selbst sieht seinen militärischen Hintergrund als wichtigen Vorteil für seine Arbeit im Parlament: 'Ich hatte verschiedene Posten, vom Zugführer bis zum Kompaniechef. Nach der groß angelegten Invasion 2022 wechselte ich in eine Kampfeinheit der 115. mechanisierten Brigade, diente als Kompaniechef, wurde nahe des Flughafens von Donezk schwer verwundet, war lange in Behandlung und schied 2023 aus dem Militärdienst aus.'

Artem zeigt eindrucksvoll, wie der Krieg neue Fachkräfte für den öffentlichen Dienst hervorbringt. Veteranen könnten eine Schlüsselrolle dabei spielen, die vielen offenen Stellen zu besetzen und die Arbeit der staatlichen Institutionen in der Ukraine effizienter zu gestalten.

Angesichts der hohen Zahl unbesetzter Positionen im Staatsdienst gewinnt die Erfahrung von Veteranen wie Artem besonders an Bedeutung. Sie bringen nicht nur spezifische Kenntnisse mit, sondern auch wertvolle Eigenschaften, die sie während ihrer Dienstzeit entwickelt haben. Das könnte die Qualität der Bürgerbetreuung und die Effektivität der Behörden in dieser schwierigen Zeit für das Land positiv beeinflussen.


Lesen Sie auch

Werbung