Tödlicher Juli in Kiew: 56 Tote – Russlands Angriffe auf Häfen gefährden die weltweite Ernährungssicherheit.
Zivile Verluste und Bedrohung der Nahrungsmittelversorgung
Nach Angaben von Espreso.tv: Bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats machte Kayoko Goto darauf aufmerksam, dass allein im Juli 2023 in Kiew mindestens 56 Menschen getötet und 232 verletzt wurden. Sie verwies auf die Risiken für die globale Ernährungssicherheit, die von russischen Attacken auf die Schwarzmeer-Infrastruktur ausgehen. Seit Beginn des groß angelegten Krieges in der Ukraine sind insgesamt 16.141 Zivilisten ums Leben gekommen – darunter 803 Kinder – und 48.613 wurden verletzt. Diese Zahlen machen deutlich, wie sehr die Zivilbevölkerung unter den anhaltenden Kämpfen leidet.
Angriffe auf civile Ziele und ihre Auswirkungen
Die Angriffe auf zivile Einrichtungen reißen nicht ab und gefährden die Sicherheit der Menschen in den Frontgebieten, insbesondere in den Oblasten Donezk, Charkiw, Sumy, Cherson, Dnipropetrowsk und Saporischschja. Auch Hafenstädte wie Odessa, Tschornomorsk, Piwdennyj, Ismajil und Mykolajiw sind regelmäßig Ziel von Attacken. Als Folge stiegen die Weizenpreise ab Juli 2023 um 20 Prozent.
Kayoko Goto: ‚Die Angriffe müssen sofort gestoppt werden.‘
Andrij Sybiha betonte: ‚Russland nimmt die weltweite Nahrungsmittelversorgung als Geisel.‘ Diese Einschätzung teilt die internationale Gemeinschaft, zumal am 22. Juli 2023 kein einziges Schiff den Schwarzmeer-Korridor passieren konnte – eine weitere Zuspitzung der Krise.
Des Weiteren registrierte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) am 15. Juli 2023 zum 22. Mal den kompletten Ausfall der externen Stromversorgung des Kernkraftwerks Saporischschja. Dies verstärkt die Besorgnis über die nukleare Sicherheit in einem aktiven Kriegsgebiet. Alle diese Faktoren zeigen die Ernsthaftigkeit der Lage in der Ukraine und deren Auswirkungen auf die globale Sicherheit.
Die steigenden Lebensmittelpreise und die Risiken für die Atomkraftwerke unterstreichen die dramatische humanitäre Situation. Die Folgen betreffen nicht nur die ukrainische Bevölkerung, sondern auch weit darüber hinaus. Internationale Organisationen fordern daher entschlossenes Handeln, um Sicherheit und Stabilität zu gewährleisten. Ohne sichere Exportrouten und funktionierende Hafeninfrastruktur droht eine weitere Eskalation der Ernährungskrise.
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