8. Dezember: Der Feiertag des heiligen Patapìus, der Blinde heilte und Dämonen austreibte.
Nach Angaben von ТСН: Am morgigen 8. Dezember ist im orthodoxen Kalender der Gedenktag des heiligen Patapìus. Er war ein Heiliger und Heiler, den die Kirche verehrt. Patapìus wurde in der Stadt Theben (Ägypten) in einer frommen christlichen Familie geboren und lebte zur Zeit des späten römischen Ägypten. Nachdem er Bildung in Philosophie, Rhetorik und religiösen Wissenschaften erhalten hatte, erkannte er die Vergänglichkeit der Welt und strebte nach einem einfachen, mit Gott geweihten Leben.
In jungen Jahren begab sich Patapìus in die ägyptische Wüste, wo er viele Jahre in strenger Askese – Gebet, Fasten und Kontemplation – verbrachte. Er wandte sich von den weltlichen Ablenkungen ab und suchte nach innerer Reinigung, indem er allein mit Gott war.
Doch auch in der Wüste blieb seine Heiligkeit nicht unbemerkt: Menschen begannen, zu ihm zu kommen, um geistlichen Rat und Gebet zu suchen. Wegen des großen Zulaufs von Pilgern musste Patapìus die Wüste verlassen und nach Konstantinopel ziehen.
In Konstantinopel ließ er sich in einer Zelle nahe der Stadtmauer, nicht weit von der Kirche von Vlachernae, nieder. Während er in Einfachheit, Fasten und Gebet lebte, offenbarte Patapìus sein Heilungsgeschenk. Kranke und Leidende begannen, zu ihm zu kommen.
Eines der ersten Wunder, das dem Heiligen zugeschrieben wird, war die Heilung eines Neugeborenen, das von Geburt an blind war. Dank des Gebetes von Patapìus erhielt das Kind das Augenlicht. Dieses Wunder machte ihn unter den Bewohnern Konstantinopels bekannt, und die Zahl derjenigen, die zu ihm kommen wollten, nahm zu.
Auch Menschen mit schweren Krankheiten kamen zu dem Heiligen: Überlieferungen besagen, dass er Menschen heilte, die an Wassersucht litten, Jungen von Dämonen befreite, schwere Wunden und verschiedene Krankheiten heilte, indem er nur durch Gebet, Kreuz und Glauben handelte.
Nach vielen Jahren des Dienstes und der Hilfe für die Leidenden starb Patapìus im Alter. Laut verschiedenen Überlieferungen geschah dies im 5. Jahrhundert (eine der Varianten ist das Jahr 463).
Der heilige Patapìus wurde zunächst in der Kirche des heiligen Johannes des Täufers in Konstantinopel begraben. Später, nach dem Fall der Stadt, wurden seine Reliquien in eine Höhle in der Nähe von Loutraki (Griechenland) verlegt.
Zeichen des 8. Dezember
- Wenn unter dem Eis Wasser zu sehen ist, wird eine Erwärmung erwartet.
- Regen an diesem Tag kann einen kühlen Frühling vorhersagen.
- Ein starker, schneller Wind deutet auf frostiges, aber trockenes Wetter hin.
Was man morgen nicht tun sollte
Laut volkstümlichen Überzeugungen sollte man an diesem Tag bestimmte Handlungen vermeiden. Man darf nicht in zerrissenen Kleidern das Haus verlassen, da dies Misserfolge für das ganze Jahr bringen kann. Es ist auch unerwünscht, unerledigte wichtige Angelegenheiten zu lassen, da dies als schlechtes Zeichen für die Zukunft gilt.
Was man morgen tun kann
In der Antike beschäftigten sich die Menschen an diesem Tag in der Regel mit Handarbeit, aber sie taten dies allein, um ihr Talent nicht zu verlieren. Zum Schutz vor bösen Kräften schufen sie spezielle Stickereien, auf denen sie den Lebensbaum, Vögel, die Sonne und eine weibliche Gestalt — Symbole für Glück, Energie und Fruchtbarkeit — darstellten.
Der Gedenktag des heiligen Patapìus ist nicht nur eine Ehrung des Heiligen, sondern auch eine Zeit der Reflexion über Einfachheit, Glauben und Güte. Die mit diesem Tag verbundenen Traditionen erinnern uns an die Bedeutung des geistlichen Lebens und an die sorgsame Haltung gegenüber dem, was uns umgibt. Dieser Tag kann ein Anstoß für persönliche Transformationen und das Tun guter Taten sein.
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