Großangriff mit 97 Drohnen auf die Ukraine: Abwehrerfolge und Schäden im Überblick.
Russischer Drohnenangriff am 15. März 2023
Nach Angaben von UATV: In der Nacht zum 15. März 2023 griff Russland die Ukraine mit insgesamt 97 Kampfdrohnen an. Die Angriffe erfolgten aus mehreren Richtungen. Zum Einsatz kamen unter anderem die Modelle „Shahed“, „Gerbera“ und „Italmas“. Rund 70 der eingesetzten Drohnen waren vom Typ „Shahed“.
Bis 8:00 Uhr morgens gelang es der ukrainischen Luftabwehr, 90 der feindlichen Drohnen abzuschießen oder durch elektronische Gegenmaßnahmen unschädlich zu machen. Allerdings trafen fünf Kampfdrohnen ihre Ziele an fünf verschiedenen Orten. Hinzu kamen zwei weitere Stellen, an denen Trümmer abgeschossener Drohnen niedergingen. Besonders schwer war der Angriff auf das Gebiet Kiew in der Nacht zum 14. März: Vier Menschen kamen ums Leben, 15 weitere wurden verletzt, drei von ihnen schweben in Lebensgefahr.
Herkunftsorte der Angriffe
Die Drohnen wurden von folgenden russischen Stützpunkten aus gestartet:
- Brjansk
- Orjol
- Kursk
- Millerowo
- Gwardeiskoje
Dieser Vorfall verdeutlicht die anhaltende Spannung in der Region und die wachsende Bedrohung durch Drohnen in modernen militärischen Konflikten. Die ukrainische Luftabwehr zeigt sich jedoch weiterhin in der Lage, einen Großteil der Angriffe abzuwehren.
Der Angriff reiht sich ein in die seit über einem Jahr andauernde russische Militäraggression gegen die Ukraine. Der vermehrte Einsatz von Drohnen, insbesondere vom Typ „Shahed“, zeigt eine Weiterentwicklung der Kriegsführung, bei der unbemannte Fluggeräte zunehmend zum Mittel der Wahl für Angriffe über große Entfernungen werden. Die herabfallenden Trümmer abgeschossener Drohnen stellen zudem ein zusätzliches Risiko für die Zivilbevölkerung und die Infrastruktur dar.
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