Jazenjuk beziffert Russlands desaströse Verluste: Ausländische Investitionen brechen um das Zwölffache ein.
Die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Kriegs für Russland
Nach Angaben von Espreso.tv: Im Gespräch mit Espresso legte Arsenij Jazenjuk dar, wie sehr der Krieg in der Ukraine der russischen Wirtschaft zusetzt. Besonders deutlich wird dies beim Rückgang ausländischer Direktinvestitionen und beim Wertverlust des Gaskonzerns Gazprom. Laut Jazenjuk sind die Zuflüsse aus dem Ausland um das Zwölffache gesunken. Während Russland vor 2022 noch 39 Milliarden US-Dollar an ausländischen Investitionen verbuchen konnte, sind es heute nur noch drei Milliarden.
Wie ernst die Lage wirklich ist
Ein weiteres Beispiel: Die Marktkapitalisierung von Gazprom fiel seit Kriegsbeginn von 100 Milliarden auf rund 39 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen offenbaren die tiefgreifenden wirtschaftlichen Schwierigkeiten, mit denen Russland kämpft. Jazenjuk wies zudem darauf hin, dass im bisherigen Kriegsverlauf 1,5 Millionen Russen getötet oder verwundet wurden.
Gleichzeitig erzielt Moskau zusätzliche Einnahmen von 2,3 Milliarden US-Dollar durch die Kriegskooperation mit dem Iran. Jazenjuk betonte:
„Putin braucht den iranischen Krieg, denn Russland erhält dadurch direkte Mehreinnahmen von 2,3 Milliarden US-Dollar für seinen Haushalt.“Diese Entwicklung ist besorgniserregend, zeigt sie doch, dass Russland trotz massiver Verluste versucht, sich über andere Quellen zu finanzieren.
Bereits am 1. Juni 2023 berichtete Bloomberg, dass das russische Finanzministerium und die Zentralbank Präsident Putin vor den untragbar hohen Militärausgaben gewarnt hätten. Jazenjuk kommentierte:
„Putin kann erzählen, was er will – doch die Zahlen belegen, dass er mit dem Krieg in der Ukraine nicht nur die Zukunft Russlands, sondern bereits die Gegenwart zerstört hat.“Diese Fakten unterstreichen, wie prekär die wirtschaftliche Lage in Russland ist und welche Folgen dies für das Land haben wird.
Jazenjuks Ausführungen zu den eingebrochenen Wirtschaftsindikatoren machen deutlich, wie schwer der Krieg auf Russland lastet. Der Rückgang ausländischer Investitionen und der Verfall der Marktkapitalisierung von Schlüsselunternehmen wie Gazprom zeigen das schwindende Vertrauen in die russische Volkswirtschaft. Gleichzeitig versucht Moskau, über Zusatzeinnahmen aus der Kooperation mit dem Iran gegenzusteuern – doch das löst die grundlegenden ökonomischen Probleme nicht. Diese Schieflage könnte nicht nur die weitere Entwicklung Russlands, sondern auch die geopolitischen Beziehungen in der Region nachhaltig beeinflussen.
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