Treibstoffkrise in Russland: Jeder fünfte Lkw steht still – Drohnenangriffe auf Raffinerien als Auslöser.
Kraftstoffmangel in Russland
Nach Angaben von UATV: In Russland hat sich eine schwere Treibstoffkrise entwickelt. Etwa 20 Prozent aller Lastkraftwagen sind derzeit nicht einsatzfähig, weil Diesel und Benzin knapp sind. Die Preise für Transportdienstleistungen sind drastisch gestiegen. Fahrer berichten von stundenlangen Wartezeiten an Tankstellen. Besonders hart trifft es die Landwirtschaft: Weil Lieferungen ausbleiben, kommt es zu Ernteausfällen. Ein wesentlicher Grund für die Zuspitzung sind ukrainische Drohnenangriffe auf russische Ölraffinerien.
Die Logistikbranche leidet massiv unter dem Engpass. Aktuell steht jeder fünfte Lkw in Russland still. Die Kosten für Gütertransporte sind im Schnitt um 30 Prozent gestiegen, auf manchen Strecken sogar um bis zu 150 Prozent. Diese Entwicklung belastet viele Wirtschaftszweige. In der Landwirtschaft etwa führen Verzögerungen bei der Versorgung zu ernsten Problemen für die Ernte.
Auswirkungen auf die Landwirtschaft
Laut offiziellen Angaben wurde bis zum 1. Juni 2023 eine um 11,3 Prozent kleinere Fläche mit Sommergetreide bestellt als im Vorjahr. Bei Wintergetreide beträgt der Rückgang 7,4 Prozent. Diese Zahlen zeigen, wie stark die Agrarbranche unter der Instabilität leidet, die durch die Krise ausgelöst wurde.
Im globalen Kontext ist bemerkenswert, dass Indien im Juni 2026 seine Rohölimporte aus Russland auf über 2,5 Millionen Barrel pro Tag gesteigert hat. Damit stammt mehr als die Hälfte aller indischen Ölimporte aus Russland – ein klares Zeichen für die anhaltende Abhängigkeit Neu-Delhis von russischen Energielieferungen.
Ein Lkw-Fahrer beschrieb die Lage mit den Worten: 'Wir können nicht mehr. Ich verstehe das nicht – Russen.'
Die Treibstoffkrise in Russland verschärft sich weiter und beeinträchtigt zahlreiche Bereiche der Wirtschaft, vor allem Logistik und Landwirtschaft. Experten erwarten langfristige Folgen für das Land.
Diese Krise offenbart die Verletzlichkeit der russischen Wirtschaft, die zusätzlich durch den Krieg und internationale Sanktionen unter Druck steht. Steigende Transportkosten und Lieferengpässe in der Landwirtschaft könnten die Nahrungsmittelproduktion weiter drosseln und soziale Spannungen verschärfen. Auch die Entwicklungen auf dem Ölmarkt und die wachsende Rolle Indiens als Abnehmer zeigen die komplexe geopolitische Lage, in der Russland um den Erhalt seiner Position im Energiesektor kämpft.
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