Warum Moskaus Atomdrohungen in Europa nicht mehr verfangen.
Europas neue Gelassenheit: Der Schrecken der russischen Nuklearrhetorik verblasst
Nach Angaben von UATV: Die europäischen Staaten zeigen sich zunehmend unempfindlich gegenüber den nuklearen Drohgebärden des Kreml. Das war zu Beginn des großangelegten russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Jahr 2022 noch anders, wie der Politologe Igor Reiterovich im Sender FREEДОM analysiert. Seine Einschätzung deutet auf einen grundlegenden Wandel in der europäischen Wahrnehmung der Bedrohungen aus Moskau hin.
Reiterovich betonte, die europäischen Partner hätten die Realität der Lage inzwischen vollständig erfasst. Die atomaren Drohungen Russlands seien nichts weiter als hysterisches Gebaren.
„Ich denke, unsere europäischen Partner verstehen das ausgezeichnet“, so der Politologe.Folglich lösen diese Warnungen nicht mehr die gleichen Reaktionen aus wie früher, als die Furcht vor einem Atomschlag politische Entscheidungen noch maßgeblich beeinflusste. Diese Entwicklung ist bemerkenswert, zeigt sie doch eine gewachsene Resilienz nach über zwei Jahren Krieg.
Laut dem Institute for the Study of War (ISW) bedient sich der Kreml erneut der Nuklearrhetorik, um die USA zu Zugeständnissen in der Ukraine-Frage zu drängen. Reiterovich wies darauf hin, dass die Verweigerung von Hilfe unter dem Deckmantel der 'Nicht-Eskalation' seltsam und zynisch wirke.
„Das ist nicht mehr als Drohungen, das ist nicht mehr als Hysterie“, unterstrich er.Diese Punkte deuten darauf hin, dass Europa widerstandsfähiger gegenüber Moskaus atomarem Säbelrasseln wird. Dies könnte künftige Strategien sowohl des Kremls als auch des Westens im Ukraine-Konflikt beeinflussen.
Der Umgang mit den nuklearen Drohungen und ihre Wahrnehmung in Europa unterstreichen einen Wandel im politischen Klima des Kontinents. Wo einst beträchtliche Angst vor möglichen Atomangriffen herrschte, scheint sich heute eine nüchternere Haltung durchzusetzen. Angesichts der Erfahrungen der letzten Jahre passen die europäischen Länder wahrscheinlich ihre Sicherheitsstrategien an und werten die Drohungen zunehmend als Element der psychologischen Kriegsführung aus Moskau. Dies wird sich auf die Unterstützung für die Ukraine und die Bildung neuer Bündnisse in der Region auswirken.
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