Trump-Team spricht mit albertanischen Separatisten – eine Gefahr für Kanadas Einheit?.
USA sondieren Kontakte zu kanadischen Unabhängigkeitsbefürwortern
Nach Angaben von TSN.ua: Vertreter der künftigen US-Regierung unter Donald Trump haben Gespräche mit der separatistischen Organisation 'Alberta Prosperity Project' (APP) geführt. Diese Gruppe strebt die Unabhängigkeit der Provinz Alberta von Kanada an. Die amerikanische Seite bestätigte die Kontakte, machte jedoch keine verbindlichen Zusagen. Die Tatsache, dass das US-Außenministerium APP-Delegationen in den letzten neun Monaten bereits dreimal empfing, deutet auf ein ernsthaftes Interesse Washingtons an dem Thema hin. Solche Kontakte sind ungewöhnlich und werden in Ottawa mit großer Sorge verfolgt.
Weitere Treffen geplant – Kanadas Regierung warnt
Für Februar plant die APP ein weiteres Treffen, bei dem sie um einen Kredit in Höhe von 500 Milliarden Dollar bitten will. Umfragen zeigen jedoch ein anderes Bild: Die Mehrheit der Bevölkerung in Alberta möchte Teil Kanadas bleiben. Premierminister Mark Carney nutzte die Vorfälle, um zu größerer finanzieller Unabhängigkeit von den USA aufzurufen und die nationale Einheit zu beschwören.
Die Hintergrundgespräche lösten unterschiedliche Reaktionen aus. Jeff Rath betonte,
„dass die Kontakte auf höchster Ebene stattfänden“, während Scott Bessent anmerkte,
„die Menschen in Alberta seien sehr unabhängig denkend“. Es kursierten Gerüchte über einen möglichen Unabhängigkeitsreferendum. Kritiker reagierten scharf. David Eby bezeichnete die Kontakte als 'Verrat', und Doug Ford verurteilte sie als inakzeptabel, da sie
„hinter dem Rücken der Bundesregierung mit einer ausländischen Macht geführt würden“.
Die Gespräche zwischen dem Trump-Lager und albertanischen Separatisten werfen ein Schlaglicht auf die wachsenden Spannungen in der kanadischen Föderation. Auch wenn die Mehrheit in Alberta derzeit für den Verbleib in Kanada ist, könnte das Thema die politische Landschaft nachhaltig verändern – sowohl in den innenpolitischen Debatten als auch in den sensiblen Beziehungen zum südlichen Nachbarn.
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