Droht ein Engpass bei der Aussaat? Ukrainische Landwirte fordern höhere Reservierungsquote von 70 Prozent.
Neue Regeln für die Personalreservierung gefordert
Nach Angaben von Novyny.live: Die Landwirtschaft in der Ukraine steht vor großen Problemen. Grund sind die derzeit geltenden Beschränkungen für die Reservierung von Arbeitskräften. Aktuell dürfen Unternehmen nur die Hälfte ihrer Mitarbeiter vor dem Militärdienst schützen. Dies gefährdet nach Ansicht vieler Betriebe die gesamte Arbeit der Agrarkonzerne und könnte die kommende Aussaat beeinträchtigen. Ein Sprecher der Branche, Denys Martschuk, hat daher gefordert, die Quote auf 70 Prozent anzuheben. Nur so sei die Stabilität des Sektors zu gewährleisten.
Konkret verlangen die Bauern eine Anhebung der Quote um 20 Prozentpunkte. Dies sei notwendig, um die Unternehmen auch unter den Bedingungen des Krieges effektiv führen zu können. Eine weitere wichtige Bedingung ist die Festlegung eines Mindestlohns für den Status als „kritisches Unternehmen“. Dieser soll bei mindestens 26.000 Griwna liegen. Für Beschäftigte in den Frontgebieten wird eine Untergrenze von 21.600 Griwna gefordert. Diese Maßnahmen sollen helfen, qualifiziertes Personal zu halten.
Ein zusätzliches Problem sehen die Landwirte in der Regelung für Arbeitnehmer, die zur Fahndung ausgeschrieben sind. Deren Reservierung gilt nur für 40 Tage. Diese kurze Frist verunsichert die Agrarier zusätzlich, da sie ihre Belegschaft in der schwierigen Zeit zusammenhalten wollen. Die Kombination aus niedriger Quote und kurzer Reservierungsdauer gefährdet die Planungssicherheit der Betriebe.
„Wir bitten darum, diese Quote auf mindestens 70 Prozent zu erhöhen“, betonte Denys Martschuk und forderte konkrete Schritte zur Verbesserung der Lage im Agrarsektor.
Eine Anhebung der Reservierungsquote auf 70 Prozent könnte die Stabilität der ukrainischen Landwirtschaft deutlich verbessern, besonders während des Krieges. Die Forderungen nach höheren Mindestlöhnen für systemrelevante Betriebe zeigen zudem den dringenden Bedarf, einheimische Produzenten zu stützen und Fachkräfte zu gewinnen. Die wirtschaftliche Lage des Landes erfordert ein schnelles Handeln, denn die Arbeit der Landwirte sichert direkt die Lebensmittelversorgung der gesamten Bevölkerung.
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