Putins Luxusjacht „Graceful“ dampft unter Militärschutz in Richtung Murmansk.
Die „Graceful“ und ihre Fahrt gen Norden
Nach Angaben von Espreso.tv: Die 82 Meter lange Jacht „Graceful“, die dem russischen Machthaber zugerechnet wird, befindet sich derzeit auf einer Fahrt entlang der norwegischen Küste. Ihr Ziel ist der Hafen von Murmansk. Begleitet wird sie von Kriegsschiffen der russischen Flotte, darunter der Zerstörer „Seweromorsk“ und das 7500 Tonnen schwere Rettungs- und Patrouillenschiff „Vojewoda“. Seit ihrer Aufnahme in die US-Sanktionsliste war die Jacht nicht mehr öffentlich in Erscheinung getreten.
Interessanterweise sendete die „Graceful“ beim Durchqueren der dänischen Meerenge noch ihr automatisches Identifikationssystem (AIS). Nur 17 Tage vor dem Beginn der groß angelegten Invasion der Ukraine im Februar 2022 war die Jacht von der Hamburger Werft Blohm & Voss in die russische Exklave Kaliningrad verlegt worden. Vier Monate nach dem Einmarsch setzten die USA die „Graceful“ auf ihre Sanktionsliste, was ihre Verbindung zur russischen Führung unterstreicht. In der Folge wurde das Schiff in „Kosatka“ umbenannt.
Lage im Hafen von Kronstadt
Nach einem jüngsten Angriff ist der Hafen von Kronstadt merklich leerer geworden, was auf eine nachlassende Aktivität in der Region hindeuten könnte. Ende Juni 2026 weitete Präsident Putin die Befugnisse des Föderalen Sicherheitsdienstes (FSB) aus, um die Sicherheitsvorkehrungen gegen mögliche Bedrohungen zu verschärfen. Zudem wurde am 3. Juni 2026 die Korvette „Boikij“ in Kronstadt von ukrainischen Verteidigungskräften getroffen, was die anhaltenden Spannungen in diesem Gebiet belegt.
Wie der Experte John Forman anmerkte: „Sie wollen kein Risiko eingehen.“
Die Bewegung der Jacht „Graceful“ unter militärischer Eskorte nach Murmansk ist ein weiteres Zeichen für die wachsende Anspannung in der Region. Dies könnte mit der inneren Sicherheitslage in Russland und den Nachbarstaaten zusammenhängen. Die geringere Schiffsdichte in Kronstadt und die verstärkten Sicherheitsmaßnahmen der russischen Behörden deuten auf mögliche innere Gefahren hin und auf die Notwendigkeit eines erhöhten Schutzes, was die weitere Entwicklung in dieser strategisch wichtigen Gegend beeinflussen könnte.
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