Die USA übernehmen die Kontrolle über Venezuela: Wird die Ukraine russische Waffen von Maduro erhalten?.
Nach Angaben von ТСН: Durch die militärische Operation der USA in Venezuela und die Festnahme von Präsident Maduro befindet sich das Land in politischer Ungewissheit. Obwohl es noch zu früh ist, um zu sagen, dass die Amerikaner Caracas vollständig kontrollieren, gibt es wichtige Veränderungen in der Führung und den staatlichen Institutionen.
Analyse der Situation
Im Programm "24 Kanal" bemerkte der Exekutivdirektor des Ukrainischen Zentrums für Sicherheit und Zusammenarbeit, Dmytro Zhmaylo, dass es derzeit wichtig sei, zu beobachten, wie die USA die Kontrolle über Venezuela sicherstellen wollen, da das Risiko massiver Proteste besteht.
Zhmaylo betonte auch, dass die Ukraine militärische Ausrüstung erhalten könnte, die Russland zuvor nach Venezuela geliefert hat. Dazu gehören Kampfjets vom Typ Su-30, modernisierte Flugabwehrsysteme S-300, Buk-Komplexe und S-125, die für die ukrainischen Streitkräfte nützlich sein könnten.
„Wenn es den Amerikanern gelingt, sich in Venezuela zu etablieren, kann man hoffen, dass bestimmte Arten von Waffen in die Ukraine gelangen“, sagte der Experte.
Er fügte hinzu, dass ukrainische Diplomaten bereits daran arbeiten werden, obwohl die USA noch keinen vollständigen Kontrolle über das Land erreicht haben.
Historische Perspektive
Zhmaylo erinnerte daran, dass die Ukraine seit 1991 faktisch unter dem Einfluss Russlands steht, und führte Beispiele aus den 1990er Jahren sowie die Zeiträume 2004–2008, 2014 und zu Beginn des Jahres 2022 an, als internationale Entscheidungen die Verteidigungsfähigkeiten der Ukraine einschränkten.
Seinen Worten nach können die Aktionen der USA in Venezuela als Versuch betrachtet werden, das umzusetzen, was der Kreml zuvor mit der Ukraine versucht hatte, aber es den Russen nicht gelungen ist.
Der amerikanische Überfall in Caracas zeigte, dass Venezuela zu einer kalten Dusche für die "multipolare Welt" des Kremls geworden ist. Analysten weisen darauf hin, dass Russland sich erneut als unzuverlässiger Verbündeter in einem kritischen Moment erwiesen hat. Ähnliche Situationen traten bereits im Berg-Karabach, in Syrien und im Iran auf, wo Russland faktisch nicht eingreifen konnte oder wollte. Gleichzeitig könnte der Sturz des Regimes von Nicolás Maduro durch die USA den Beginn einer globalen Neuausbalancierung der Einflusszonen darstellen.
Diese Situation in Venezuela könnte weitreichende Folgen für die internationale Politik haben, da sie die Position der USA stärkt, die ihrerseits versuchen, ihren Einfluss in der Region wiederherzustellen. Beobachter glauben, dass die weiteren Aktionen Amerikas das Kräfteverhältnis nicht nur in Lateinamerika, sondern auch im globalen Kontext verändern könnten.
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