Anomale Kälte in der Ukraine: massive Stromausfälle und Verkehrskollaps.
Nach Angaben von ТСН: In der Ukraine tritt anomale Kälte auf, die Meteorologen als eine der stärksten der letzten Jahre betrachten. Frost, starke Schneefälle und heftiger Wind haben zu schweren Problemen in der Energieversorgung, Verkehrsbehinderungen und Schäden an der Infrastruktur in vielen Regionen geführt.
Kiew: Unfälle im Netz und Risiko langfristiger Abschaltungen
In der Hauptstadt könnte ein Teil der Bevölkerung für längere Zeit ohne Strom bleiben. DTEK erklärt dies mit einer Kombination aus massiven Russland-Angriffen, starkem Frost und Überlastung der Stromnetze.
Am Abend wurden über 200 Beschwerden über Stromausfälle registriert. 57 Reparaturteams arbeiten rund um die Uhr, um die Unfälle zu beheben. Die Energieversorger fordern die Einwohner auf, starke Geräte nicht gleichzeitig zu betreiben, um neue Unfälle zu vermeiden.
Der Bürgermeister von Kiew, Vitali Klitschko, stellte fest, dass die Situation in der Stadt kritisch ist. Er betonte, dass nach den russischen Bombardierungen Hunderttausende Menschen bereits seit zwei Tagen ohne Strom und Heizung sind und die Temperatur nachts auf -20 °C sinkt.
„Wir appellieren an die Menschen ohne Heizung, die die Möglichkeit haben, wegzufahren oder die Kälte bei Verwandten zu verbringen, dies bis zur Behebung der Probleme zu tun“, betonte Klitschko.
Der Bürgermeister wies auch darauf hin, dass Russland versucht, gezielt die Wärme- und Strominfrastruktur zu zerstören, während die Ressourcen der Luftabwehr begrenzt bleiben, selbst zum Schutz der Hauptstadt.
Lwiw und der Westen der Ukraine: Schneefälle und Verkehrsbehinderungen
Lwiw ist unter rekordverdächtigen Schneefällen begraben, die mehrere Tage andauern. Bürgermeister Andrij Sadowyj rief die Bevölkerung auf, auf Reisen zu verzichten, und die Schüler wurden vorübergehend vom Unterricht befreit.
Die kommunalen Dienste arbeiten ununterbrochen; zusätzliche Teams, einschließlich Mitarbeiter städtischer Einrichtungen, werden zur Schneeräumung eingesetzt.
Die Situation in der Region Prykarpattia ist noch komplizierter: An bestimmten Stellen der Straße R-24 überschreiten die Schneeverwehungen die Körperhöhe eines Menschen. Spezialfahrzeuge haben Straßen durch die Schneewälle geräumt, und die Patrouillenpolizei half Autofahrern, die in Schneefallen stecken geblieben waren. Später konnten die Verkehrsbehinderungen aufgehoben werden.
Starker Frost hat auch zu einem seltenen Phänomen geführt: dem vollständigen Einfrieren des Maniu-Wasserfalls, was nur in Zeiten längerer Kälte auftritt.
Süden und Osten: Wind beschädigte Infrastruktur
In der Region Saporischschja haben starke Windböen die Stützen der Anti-Drohnen-Tunnel an Frontstraßen beschädigt. Laut OVA-Leiter Ivan Fedorov sind Ingenieure bereits mit der Wiederherstellung der Konstruktionen beauftragt, die logistische Routen schützen.
Eisenbahn: Verspätungen bei Dutzenden von Zügen
Wegen des schlechten Wetters, von Sicherheitsmaßnahmen und Verzögerungen an der Grenze verkehren über 60 Züge der „Ukrzaliznytsia“ mit Verspätungen. Dies betrifft sowohl Innlandsfahrten als auch internationale Verbindungen. Eisenbahner arbeiten daran, die Folgen der Angriffe und der Wetterbedingungen zu beseitigen, um den Verkehr schrittweise zu stabilisieren.
Prognose: Frost weicht nicht
Nach Angaben des Ukrhydrometcenters wird das frostige Wetter am 12. Januar im ganzen Land andauern. In den nördlichen Regionen kann die Temperatur nachts auf -24 °C fallen, und in den meisten Regionen liegt sie zwischen -12 und -18 °C. Meteorologen warnen, dass in naher Zukunft nur geringe Temperaturschwankungen möglich sind, aber die anhaltende Kälte bleibt.
Starke Fröste bis zu -30 Grad werden in der Ukraine derzeit nicht erwartet. Prognosen zeigen, dass ab dem 17. Januar eine Abschwächung der Kälte möglich sein könnte, obwohl sich die Informationen ändern können.
Die Situation in der Ukraine bleibt aufgrund anomaler Wetterbedingungen kompliziert. Die lokale Verwaltung und die Energieversorger ergreifen Maßnahmen, um die negativen Folgen zu mildern. Um Stabilität zu gewährleisten, ist es wichtig, die Empfehlungen der Fachleute zu befolgen und auf neue Herausforderungen vorbereitet zu sein.
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