Unfall der japanischen Rakete H3: Navigationssatellit erreichte nicht die Umlaufbahn.
Nach Angaben von Korrespondent.net: Der Start der japanischen Trägerrakete H3 vom Raumfahrtzentrum Tanegashima endete mit einem Unfall. Die Rakete hatte zum Ziel, den Navigationssatelliten Michibiki 5 in die Umlaufbahn zu bringen. Die japanische Raumfahrtagentur (JAXA) berichtete, dass während des Fluges die reguläre zweite Stufe des zweiten Triebwerks nicht funktionierte, weshalb der Motor früher abschaltete und der Satellit nicht die berechnete Umlaufbahn erreichen konnte. Der Start wurde offiziell als gescheitert anerkannt.
Satellitenmerkmale und Navigationssystem
Der Satellit mit einem Gewicht von etwa 4,8 Tonnen sollte das fünfte Gerät des japanischen Navigationssystems QZSS werden, das sich in geosynchroner Umlaufbahn befindet. Dieses System ist mit GPS kompatibel und soll die Genauigkeit der Navigation in Japan und den Regionen Asiens und Ozeaniens verbessern. Derzeit umfasst die Gruppe vier aktive Satelliten, und Japan plant, das Netzwerk auf 11 Geräte zu erweitern.
Geschichte der Rakete H3
Die Rakete H3 wurde von JAXA in Zusammenarbeit mit Mitsubishi Heavy Industries als Nachfolger der H-2A konzipiert, die über 25 Jahre für Orbitalstarts verwendet wurde und im Juni dieses Jahres außer Betrieb genommen wurde. Der erste Start der H3 im März 2023 war ebenfalls gescheitert, aber danach führte die Rakete fünf erfolgreiche Missionen in Folge durch. Derzeitige Unfall ist bereits das zweite Versagen in ihrer Geschichte.
Massnahmen von JAXA nach dem Unfall
Bei JAXA wurde eine spezielle Arbeitsgruppe unter der Leitung des Agenturchefs Hiroshi Yamakawa gebildet, um die Gründe für den Unfall während des Starts von Michibiki 5 zu untersuchen und die nächsten Schritte zur Nutzung der Rakete H3 zu bestimmen.
Derzeit ist diese Situation eine ernsthafte Herausforderung für das japanische Raumfahrtprogramm, das darauf abzielt, wettbewerbsfähig im Bereich der Raumfahrttechnologie zu sein. Nach den Erfolgen früherer Missionen wird ein neuer Misserfolg zu einer wichtigen Lektion für JAXA und die japanische Industrie insgesamt, da jeder Start Risiken birgt. Die weiteren Maßnahmen der Agentur könnten erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft von Projekten im Weltraum haben.
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