Drohnenangriff legt Moskauer Ölraffinerie lahm: Wiederinbetriebnahme erst Ende 2026 erwartet.
Schwere Schäden an der Moskauer Ölraffinerie durch Drohnenangriffe
Nach Angaben von Espreso.tv: Die ukrainischen Drohnenangriffe auf die Ölraffinerie in Kapotnja bei Moskau haben weitreichende Folgen. Die Anlage erlitt erhebliche Schäden, sodass sie ihren Betrieb einstellen musste. Dies führte bereits zu Versorgungsengpässen bei Treibstoff in der russischen Hauptstadt. Am 16. Juni trafen ukrainische Drohnen erstmals die Raffinerie und beschädigten die Rohöldestillationsanlage ELOW-AWT-6. Nur zwei Tage später, am 18. Juni, erfolgte ein zweiter Angriff, der einen Großbrand auslöste.
Der Experte Oleg Sarkiz bewertete den Schaden an der Raffinerie mit über 90 Prozent. Infolgedessen fiel der russische Aktienmarkt auf den niedrigsten Stand seit eineinhalb Jahren. Satellitenaufnahmen vom 20. Juni bestätigten schwere Beschädigungen an Tanks und deutliche Brandspuren auf dem Werksgelände.
Versorgungskrise in Moskau zeichnet sich ab
Laut Experten wird die Moskauer Ölraffinerie voraussichtlich bis Ende 2026 nicht wieder in Betrieb gehen können. Der Analyst Michail Gontschar berichtete, dass in Moskau bereits erste Krisenerscheinungen spürbar seien. Er fügte hinzu, dass Russland verzweifelt versuche, Treibstoffhilfe aus Belarus zu erhalten. Diese Entwicklungen verdeutlichen die ernsten Probleme, mit denen die Treibstoffinfrastruktur der russischen Hauptstadt konfrontiert ist.
Die Vorfälle zeigen nicht nur die Verletzlichkeit der russischen kritischen Infrastruktur, sondern auch mögliche wirtschaftliche Konsequenzen während des Krieges. Der Stillstand der Moskauer Raffinerie könnte zu folgenden Problemen führen:
- steigenden Treibstoffpreisen;
- einer Treibstoffknappheit;
Dies wiederum hätte negative Auswirkungen auf den Verkehrs- und öffentlichen Nahverkehrssektor. Die russischen Bemühungen, alternative Treibstoffquellen zu erschließen, unterstreichen die Ernsthaftigkeit der Lage und die Dringlichkeit, die Krise zu bewältigen.
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