Ukrainische Drohnen legen Russlands viertgrößte Raffinerie lahm – Treibstoffmangel droht sich zu verschärfen.
Produktionsstopp in Kstowo: NORSI-Raffinerie außer Betrieb
Nach Angaben von UATV: Die NORSI-Raffinerie in der Region Nischni Nowgorod, die zum russischen Ölkonzern Lukoil gehört, musste ihren Betrieb nach einem Angriff ukrainischer Drohnen einstellen. Dabei wurde eine zentrale Anlage des Werks beschädigt. Die Raffinerie gilt als die viertgrößte des Landes und spielt eine wichtige Rolle in der russischen Treibstoffversorgung.
Auswirkungen auf den Kraftstoffmarkt
Die Anlage verarbeitet täglich 12.000 Tonnen Rohöl in der Primärverarbeitung, was einer Jahreskapazität von rund 15 Millionen Tonnen entspricht. Die Produktion von Benzin liegt bei etwa fünf Millionen Tonnen pro Jahr. Bereits ab dem 25. Juni, unmittelbar nach dem Angriff, setzte die Internationale Rohstoffbörse Sankt Petersburg den Verkauf von Benzin und Diesel aus der Raffinerie aus. Dieser Schritt zeigt, wie ernst die Lage eingeschätzt wird. Der Ausfall von NORSI könnte die bereits angespannte Versorgungslage in Russland weiter verschlechtern.
Die Stilllegung der Raffinerie stellt den russischen Treibstoffmarkt vor neue Herausforderungen, der ohnehin mit Versorgungsengpässen zu kämpfen hat. Die Folgen des Angriffs könnten bereits in naher Zukunft spürbar sein, da die geringere Produktion den Mangel an Kraftstoffen weiter anheizen dürfte. Russland könnte dadurch gezwungen sein, nach alternativen Wegen zur Sicherung der Treibstoffversorgung zu suchen, was wiederum die wirtschaftliche Lage des Landes beeinflussen würde.
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