Neue Regeln für strategische Firmen: Diese Gehälter entscheiden jetzt über den Reservistenstatus.

Neue Regeln für strategische Firmen: Diese Gehälter entscheiden jetzt über den Reservistenstatus
Neue Regeln für strategische Firmen: Diese Gehälter entscheiden jetzt über den Reservistenstatus

Einsatzstab für die Einstufung systemrelevanter Betriebe

Nach Angaben von Espreso.tv: Die ukrainische Regierung hat am 30. Mai einen befristeten Beratungsausschuss ins Leben gerufen. Dieses Gremium soll künftig klären, welche Unternehmen als kriegswichtig gelten und somit ihre Mitarbeiter vom Militärdienst freistellen dürfen. Gleichzeitig treten verschärfte Kriterien in Kraft, die über den Status eines Betriebs entscheiden.

Im Zentrum der neuen Regelung steht das Gehaltsniveau: Wer seine Angestellten unter 25.941 Hrywnja (drei Mindestlöhne) bezahlt, kann seinen Betrieb nicht mehr als systemrelevant einstufen lassen. Für Firmen in Frontnähe gilt eine abgesenkte Schwelle von 21.618 Hrywnja (2,5 Mindestlöhne). Diese Werte wurden vom Kabinett festgelegt und sind nun verbindlich.

  • Mindestgehalt für strategische Bedeutung: 25.941 Hrywnja (3 Mindestlöhne)
  • Mindestgehalt in Frontregionen: 21.618 Hrywnja (2,5 Mindestlöhne)

Ein wichtiger Punkt: Teilzeitkräfte werden nur an ihrem Hauptarbeitsplatz berücksichtigt – das kann die Einstufung eines Unternehmens erschweren. Die Ministerien und Militärverwaltungen der Regionen müssen ihre eigenen Kriterien neu festlegen. Bestehende Einstufungen bleiben aber vorerst gültig. Bereits erteilte Freistellungen für Wehrpflichtige gelten bis zum 1. September weiter, was den Arbeitsmarkt in dieser angespannten Zeit stabilisieren soll.

Hintergrund dieser Maßnahme ist die Sicherung der ukrainischen Wirtschaft während des Krieges. Die neuen Regeln sollen verhindern, dass wichtige Betriebe ihre Fachkräfte verlieren.

Mit den schärferen Vorgaben will die Regierung nicht nur Arbeitsplätze schützen, sondern auch Massenentlassungen in besonders gefährdeten Regionen verhindern. Betriebe, die die neuen Hürden nicht nehmen, riskieren den Verlust ihres Status – und damit den Abzug ihrer Mitarbeiter zur Armee.


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