Drohnenangriff stoppt den Betrieb im Petrochemischen Werk Salavat in Russland: Reparaturzeitrahmen bekannt gegeben.
Petrochemisches Werk Salavat stellt Betrieb nach Drohnenangriff ein
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Drohnenangriff der Ukraine auf den petrochemischen Komplex Salavat hat eine Abschaltung erzwungen, nachdem kritische Einheiten zur Rohölverarbeitung beschädigt wurden. Der regionale Gouverneur bestätigte den Angriff und stellte fest, dass die Reparaturen an der betroffenen Ausrüstung mehrere Wochen bis mehrere Monate dauern könnten.
Beschädigte Einheiten und Produktionsauswirkungen
Zu den betroffenen Anlagen gehörten die CDU-6-Rohöldestillationseinheit, die in der Lage ist, 17.140 metrische Tonnen pro Tag zu verarbeiten, und die CDU-4-Einheit, die täglich 11.430 Tonnen Öl und Gaskondensat verarbeitet. Im Jahr 2024 verarbeitete der Salavat-Komplex 7,2 Millionen Tonnen Rohöl und lieferte:
- 2,5 Millionen Tonnen Diesel
- 1,5 Millionen Tonnen Benzin
- 700.000 Tonnen Heizöl
Russland hat seit Ende Mai mit Treibstoffengpässen zu kämpfen. Um dem entgegenzuwirken, plant das Land, ab dem 17. Juni Benzin per See aus asiatischen Ländern zu importieren. Am 1. Juli begannen maritime Lieferungen aus Indien, wobei bereits mindestens 60.000 Tonnen Treibstoff versandt wurden. Darüber hinaus sind laut Angaben vom 13. Juli die Raffinerievolumina Russlands auf den niedrigsten Stand seit über 21 Jahren gesunken.
Der Angriff auf den petrochemischen Komplex Salavat verdeutlicht die gravierenden Herausforderungen der Treibstoffversorgung, mit denen Russland angesichts eines anhaltenden Engpasses konfrontiert ist.
Der Neustart des Werks könnte eine Schlüsselrolle bei der Stabilisierung des Treibstoffmarktes spielen, insbesondere da die Importe aus anderen Ländern zunehmen. Angesichts der zu erwartenden langen Reparaturzeiten könnte die Region jedoch in naher Zukunft mit noch größeren Störungen der Treibstoffversorgung konfrontiert sein.
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