Luftwaffe widerspricht: Deutlich weniger Raketen auf Kiewer Heizkraftwerke als behauptet.
Schwere Angriffe auf Kiews Energieversorgung
Nach Angaben von Novyny.live: Am 13. Januar wurden die Heizkraftwerke (TEC) der ukrainischen Hauptstadt Kiew angegriffen und fielen daraufhin aus. Laut Oleksandr Kharchenko, Direktor des Zentrums für Energieforschung, trafen dabei 16 ballistische Raketen die Anlagen, die bis zur Hälfte des Strombedarfs der Metropole deckten. Zum Zeitpunkt des Angriffs wurde die Hauptstadt bereits über Hochspannungsnetze von außen versorgt. Solche Angriffe zielen systematisch darauf ab, die Zivilbevölkerung im Winter zu treffen.
Widersprüchliche Angaben zur Anzahl der Raketen
Der Leiter der Kommunikationsabteilung der Luftstreitkräfte, Yuriy Ihnat, widersprach jedoch der genannten Zahl von 16 Raketen. Ihnat zufolge waren es tatsächlich nur zwei. Kharchenko führte den erfolgreichen Treffer auf einen Mangel an Luftabwehrsystemen zurück, die russische ballistische Raketen hätten abfangen können. In der Folge des Ausfalls von Heizung und Strom verließen Hunderttausende Menschen die Stadt.
Kharchenko präzisierte außerdem, dass bei dem Angriff auch eine Umspannstation beschädigt wurde, die den Stromausgang des Kernkraftwerks Chmelnyzkyj regelt. Diese Station sei nach zwei bis drei Tagen wieder in Betrieb gegangen, wodurch die Stromversorgung nach Kiew zurückkehren konnte.
Der Vorfall unterstreicht die Verwundbarkeit der ukrainischen Energieinfrastruktur im Krieg und die entscheidende Bedeutung von Luftabwehrsystemen zum Schutz kritischer Anlagen. Die Wiederherstellung der Stromversorgung war ein wichtiger Schritt zur Normalisierung des Lebens in der Hauptstadt. Dennoch werden die langen Ausfälle von Elektrizität und Wärme negative Folgen für Bevölkerung und Wirtschaft haben. Die Situation erfordert fortwährende Aufmerksamkeit und Überwachung durch die staatlichen Stellen, um die Stabilität des ukrainischen Energiesystems zu gewährleisten.
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