Großflächiger Stromausfall in Moldau: Ursache war eine Störung in der Ukraine.
Energienetz kollabiert nach Störung an ukrainischer Grenze
Nach Angaben von Novyny.live: Am 31. Januar 2023 kam es in Moldau zu einem massiven Stromausfall. Auslöser war eine schwere Störung auf der 400-kV-Hochspannungsleitung Isaccea – Vulcănești – MGRES, die die Energienetze der Ukraine und Moldaus verbindet. Der Vorfall ereignete sich um 10:42 Uhr und führte zu einem Spannungseinbruch im moldauischen Stromnetz, wodurch zahlreiche Ortschaften vom Netz gingen. Solche grenzüberschreitenden Abhängigkeiten machen Energiesysteme anfällig.
Die Folge waren flächendeckende Stromausfälle in Haushalten, Unternehmen und sozialen Einrichtungen. Der staatliche Netzbetreiber Moldelectrica leitete sofort Reparaturmaßnahmen ein und konnte die Versorgung in einigen Gebieten wiederherstellen, die Lage blieb jedoch zunächst instabil.
Automatische Schutzsysteme lösten Kaskadeneffekt aus
Die Ursachenkette begann in der Ukraine: Durch den Ausfall mehrerer Stromleitungen schaltete sich dort automatisch das Schutzsystem ein und unterbrach die Einspeisung. Dies verursachte einen Frequenzabfall auf 48 Hz im moldauischen Netz, was wiederum die dortigen Schutzautomatiken auslöste und zum teilweisen Blackout führte.
Dieser Vorfall unterstreicht die Bedeutung der Stabilität von Energiesystemen, besonders im Kontext der engen Verflechtung zwischen der Ukraine und Moldau.
Ein derartiger Stromausfall hat schwerwiegende Folgen, nicht nur für Privathaushalte, sondern auch für die Industrie und kritische Infrastrukturen wie Krankenhäuser. Für die moldauischen Energieexperten bleiben die Wiederherstellung einer stabilen Versorgung und die Absicherung der Netzinfrastruktur daher vordringliche Aufgaben.
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