Armut in der Ukraine könnte auf 35% steigen: Warum soziale Standards nicht helfen.

Armut in der Ukraine könnte auf 35% steigen: Warum soziale Standards nicht helfen
Armut in der Ukraine könnte auf 35% steigen: Warum soziale Standards nicht helfen

Nach Angaben von inkorr.com: In der Ukraine steigt die Gefahr einer sozialen Krise aufgrund niedriger sozialer Standards

Gemäß den Daten des Experten für Sozialpolitik Andrii Pavlovskyi könnte die Ukraine mit noch größeren Problemen im Bereich der Armut konfrontiert werden. Ein Viertel der Bevölkerung lebt bereits unter der Armutsgrenze, aber im nächsten Jahr könnte diese Zahl auf 35% steigen. Der Grund sind falsch festgelegte soziale Standards, die nicht den realen Lebenshaltungskosten der Bürger entsprechen.

Unzureichender Existenzminimum

Das offizielle Existenzminimum, das die Regierung für 2026 vorschlägt, liegt viermal niedriger als die tatsächlichen Bedürfnisse der Bevölkerung. Wie Pavlovskyi anmerkt, betragen die realen Ausgaben für Erwerbsfähige und Rentner jeweils nicht weniger als 12.000 UAH und 8.000 UAH. In der Zwischenzeit ist die vorgeschlagene Erhöhung des Existenzminimums um 9% unzureichend, um selbst mit einer prognostizierten Inflation von 10,4% fertig zu werden.

Warnungen der Weltbank

Nach Angaben der Weltbank lebt bereits ein Viertel der ukrainischen Bevölkerung in Armut, und diese Zahl könnte auf 35% steigen. Die Situation ist besonders schwierig in den Regionen, die am stärksten vom Krieg betroffen sind, wo die Preise um 20-30% höher sind, was das Leben älterer Menschen gefährdet.

Illusorisches Wachstum sozialer Standards

Laut der Analyse von Pavlovskyi könnte ein Anstieg der sozialen Standards um 9% aufgrund der erwarteten Inflation von 15-20% in einer realen Abnahme münden. Paradoxerweise könnte das geplante Wachstum des Existenzminimums die finanzielle Lage der Ukrainer nur verschlechtern, insbesondere in den vom Krieg betroffenen Regionen.

Das Land sieht sich einer ernsthaften Bedrohung einer sozialen Krise gegenüber, da die reduzierten sozialen Standards nicht den realen Ausgaben der Bürger entsprechen. Das staatliche Existenzminimum ist in vierfacher Hinsicht unangemessen niedrig im Vergleich zu den tatsächlichen Bedürfnissen der Bevölkerung. Dies könnte zu einem weiteren Anstieg der Armut und einer Verschlechterung der finanziellen Situation der Menschen führen, insbesondere in den von Krieg betroffenen Regionen. Wenn sich die Situation nicht ändert, könnten die Ukrainer in naher Zukunft mit erheblichen sozialen Umwälzungen konfrontiert werden.


Lesen Sie auch

Werbung