Bilezkyj: Späte Zivilverteidigungskurse kosteten 2022 viele Freiwillige das Leben.
Versäumnis mit Folgen
Nach Angaben von Novyny.live: Der Kommandeur des Dritten Armeekorps, Andrij Bilezkyj, hat auf dem landesweiten Forum 'NAZSPROTYW 2026' am 12. März die mangelnde Vorbereitung der Zivilbevölkerung kritisiert. Hätte man bereits vor einem Jahrzehnt mit einer systematischen Ausbildung begonnen, wären die hohen Verluste unter den Freiwilligen im Jahr 2022 vermeidbar gewesen, so seine Einschätzung. Diese Aussagen unterstreichen, wie sehr der Kriegsverlauf von der Vorbereitung der gesamten Gesellschaft abhängt.
„Dieser unorganisierte Freiwilligendienst hat auch eine negative Seite, die man nicht verschweigen darf. Es ist tatsächlich die mangelnde Ausbildung dieser Menschen“, erklärte Andrij Bilezkyj.
Bilezkyj ist überzeugt, dass eine zehnjährige Vorlaufzeit für die zivile Massenausbildung die militärische Lage heute entscheidend verbessert hätte.
„Ich bin überzeugt, dass die Frontlinie heute deutlich näher an der ukrainischen Grenze verlaufen würde“, fügte er hinzu.Seine Kommentare bildeten einen zentralen Punkt der Diskussion über Mobilisierung und die Vorbereitung der Bevölkerung auf Kampfhandlungen.
Drohnen werden kriegsentscheidend
Parallel zur Debatte über personelle Ressourcen gewinnen technologische Faktoren an Bedeutung. Im Jahr 2023 wird die ukrainische Armee doppelt so viele Drohnen erhalten wie in den Vorjahren. Die Beschaffungsagentur des Verteidigungsministeriums hat Rekordmengen an Multikoptern für die Front unter Vertrag genommen. Dies zeigt die wachsende Rolle unbemannter Systeme in der modernen Kriegsführung. Stand 12. März verursachen die ukrainischen Streitkräfte dem Gegner erhebliche Verluste, was die Effektivität dieser neuen Technologien im Gefecht belegt.
Die Aussagen von Andrij Bilezkyj heben die Notwendigkeit eines systematischen Ansatzes in der Kriegsvorbereitung der Zivilbevölkerung hervor. Gleichzeitig demonstriert der massive Ausbau der Drohnentechnologie, wie sich die Ukraine aktiv an die neuen Herausforderungen des Schlachtfelds anpasst – Faktoren, die den Verlauf militärischer Operationen in naher Zukunft prägen werden.
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