Wie das Weiße Haus Videospiele und Hollywood für die Kriegspropaganda gegen den Iran nutzt.
Propaganda als Waffe im Krieg
Nach Angaben von Vox - Загальний: Seit Beginn der US-geführten Militäroperationen gegen den Iran im Jahr 2023 setzt das Weiße Haus verstärkt auf eine ungewöhnliche Mischung aus Realität und Fiktion: In eigens produzierten Videos werden echte Kampfszenen mit Ausschnitten aus Videospielen, Sportevents und Hollywood-Blockbustern kombiniert. Ziel dieser Kampagne ist es, die Zerstörung des iranischen Raketenarsenals und der Marine zu rechtfertigen – mit der Botschaft, dass der Iran unter keinen Umständen Atomwaffen erhalten dürfe. Solche medial inszenierten Darstellungen sind kein neues Phänomen, sondern Teil einer langen Tradition der Kriegspropaganda.
Der Medienwissenschaftler Professor Nick Cull von der USC Annenberg School for Communication and Journalism hat untersucht, wie gezielt Propaganda in Kriegszeiten eingesetzt wird, um die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Historische Beispiele aus den USA zeigen dies deutlich:
- Präsident Woodrow Wilson sprach im Ersten Weltkrieg vom „Krieg, der alle Kriege beendet“.
- Präsident Franklin D. Roosevelt führte zu Beginn des Zweiten Weltkriegs die „Vier Freiheiten“ als Leitbild ein.
- Präsident George H. W. Bush betonte vor dem Irak-Krieg die Notwendigkeit, eine „neue Weltordnung“ zu verteidigen.
Auch die Popkultur wird für propagandistische Zwecke genutzt: Der Beach-Boys-Klassiker „Barbara Ann“ wurde 1980 zur Parodie „Bomb Iran“ umgeschrieben. Präsident Donald Trump verwendete diese Version später in einem Video, das Bombardierungen iranischer Atomanlagen feierte. Solche Beispiele verdeutlichen, wie Propaganda Narrative formt und militärische Aktionen in der Öffentlichkeit legitimieren kann.
Die Ziele der „Operation Epic Fury“
Im Rahmen der „Operation Epic Fury“ sind klare militärische Ziele definiert: die Vernichtung der iranischen Raketenbestände, die Zerstörung der Flotte sowie die Sicherstellung, dass der Iran niemals Atomwaffen besitzt. Diese Vorgaben zeigen, wie eng militärische Strategien mit der Informationsführung verknüpft sind. Die begleitende Propaganda dient dazu, die öffentliche Wahrnehmung zu steuern und Unterstützung für die Operationen zu sichern.
Die Rolle der Medien in modernen Konflikten ist nicht zu unterschätzen: Historische Muster wiederholen sich, wenn Regierungen versuchen, ihre Handlungen zu rechtfertigen und die Bevölkerung hinter sich zu bringen. Auch heute beeinflussen gezielte Informationskampagnen maßgeblich, wie Kriege wahrgenommen und bewertet werden.
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