Lukaschenko zittert vor 2020: Warum die Weißrussen den Krieg ablehnen.
Analyse von Jurij Hubarewytsch zum Ukraine-Krieg
Nach Angaben von UATV: Am 5. Juni 2023 äußerte sich Jurij Hubarewytsch im Sender FREEДOM zur Haltung der weißrussischen Bevölkerung. Er betonte, dass die Menschen in Belarus sich ihres eigenen Urteils bewusst seien. Deren Meinung, so Hubarewytsch,
„unterstütze die russischen Militäraktionen absolut nicht“. Der Experte wies darauf hin, dass die Lage im Land vor allem durch das Handeln von Präsident Lukaschenko verschärft wird. Dieser versuche verzweifelt, einen Spagat zwischen den Forderungen des Kremls und seiner eigenen politischen Zukunft zu meistern.
Innere Spannungen in Belarus
Laut Hubarewytsch fürchtet Lukaschenko nichts mehr als eine Wiederholung des Jahres 2020. Damals gingen Zehntausende Weißrussen gegen die Wahlfälschungen auf die Straße. Diese Proteste waren ein Wendepunkt in der jüngeren Geschichte des Landes. Der Analyst stellte klar:
„Die Situation eskaliert gerade durch das Vorgehen Lukaschenkos selbst“.
Ein weiterer Punkt der Analyse betrifft die militärischen Möglichkeiten von Belarus. Hubarewytsch erklärte, dass es
„unmöglich sei, mit eigenen Kräften ein nennenswertes militärisches Potenzial auf dem Territorium von Belarus aufzubauen“. Dies zwinge den Präsidenten zur Abhängigkeit von Russland, was wiederum die Spannungen mit den Nachbarländern weiter anheizen könnte. Die Äußerungen zeichnen ein Bild eines Landes, dessen Bevölkerung sich zunehmend von der aggressiven russischen Politik distanziert, während die Führung um ihre Macht fürchtet.
Die traumatischen Ereignisse von 2020 sitzen tief im kollektiven Gedächtnis der Weißrussen. Lukaschenkos Angst vor neuen Massenprotesten könnte das Land in eine noch tiefere politische Isolation treiben. Die enge Bindung an Russland birgt dabei erhebliche Risiken für die innenpolitische Stabilität und die Beziehungen zu den Nachbarstaaten.
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