Pumas in Patagonien änderten ihr Verhalten: Wie Pinguine Konflikte mit Raubtieren reduzierten.
Nach Angaben von ТСН: In den USA, insbesondere in Patagonien, wird eine Zunahme der Population von Magellan-Pinguinen und Pumas (Puma concolor) beobachtet, die normalerweise einen eher einsamen Lebensstil führen. Dies führte zu häufigen Begegnungen zwischen ihnen, die geholfen haben, Konflikte zu reduzieren und ihre Population zu erhöhen.
Diese Informationen wurden in den Proceedings of the Royal Society B: Biological Sciences veröffentlicht.
„Das Wachstum der verfügbaren Beute, insbesondere der Pinguine, hat das soziale Verhalten der Pumas verändert. Die Pumas, die auf Pinguine jagen, treffen sich häufiger und verbringen mehr Zeit auf dem gleichen Gebiet, während sie früher weitgehend Kontakt vermieden.“
Forscher beobachteten 14 Pumas mit GPS-Halsbändern und analysierten das Verhalten von etwa 40.000 Magellan-Pinguinen. Es stellte sich heraus, dass neun der beobachteten Pumas regelmäßig auf Pinguine jagten, während fünf andere die Vögel nicht als Beute nutzten. Über einen Zeitraum von vier Jahren wurden 254 Begegnungen zwischen Pumas, die auf Pinguine jagten, und nur vier Begegnungen zwischen denen, die dies nicht taten, dokumentiert. Die meisten Kontakte fanden im Umkreis von einem Kilometer von den Pinguinkolonien statt.
Verhalten und Gewohnheiten der Pumas
Die Pumas, die sich auf Pinguine konzentrieren, bleiben während der Fortpflanzungszeit der Vögel in der Nähe der Kolonien, während sie zu anderen Jahreszeiten im Vergleich zu denen, die nicht auf Pinguine jagen, deutlich größere Distanzen auf der Suche nach Nahrung zurücklegen. Dies ermöglicht es den Raubtieren, die Ressourcen effizienter zu nutzen und eine stabile Population aufrechtzuerhalten.
Potenzielle Konsequenzen
Wissenschaftler warnen auch davor, dass das Wachstum der Puma-Präsenz in der Nähe von Pinguinkolonien negative Auswirkungen auf die Fortpflanzung der Vögel und anderer Arten haben könnte, die nicht an die ständige Bedrohung durch Raubtiere gewöhnt sind. Die Forscher stellen fest, dass ähnliche Veränderungen auch bei anderen Tieren beobachtet werden. Beispielsweise werden Koalas friedlicher, wenn Nachbarn in der Nähe sind, Bären in Italien werden kleiner und weniger aggressiv, wenn sie mit Menschen zusammenleben, und Spatzen zeigen einen besseren Gesundheitszustand in gemischten Gemeinschaften.
Diese Studie zeigt, dass Veränderungen in der Verfügbarkeit von Nahrung erhebliche Auswirkungen auf das soziale Verhalten und die territoriale Nutzung von Räubern sowie auf Ökosysteme im Allgemeinen haben können. Diese Entdeckung hilft, die Interaktion zwischen Räubern und ihrer Beute besser zu verstehen und die Konsequenzen der Rückkehr großer Raubtiere in die Natur nach der Wiederherstellung ihrer Populationen vorherzusagen.
Wir möchten auch daran erinnern, dass kürzlich berichtet wurde, dass über 60.000 afrikanische Pinguine aufgrund von Erschöpfung infolge eines drastischen Rückgangs der Sardinenpopulation vor der Küste Südafrikas gestorben sind.
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