KMI-Umfrage: Mehrheit der Ukrainer lehnt Abtretung des Donbas an Russland ab.

KMI-Umfrage: Mehrheit der Ukrainer lehnt Abtretung des Donbas an Russland ab
KMI-Umfrage: Mehrheit der Ukrainer lehnt Abtretung des Donbas an Russland ab

Umfragedaten zeigen klare Haltung zur territorialen Integrität

Nach Angaben von Novyny.live: Eine repräsentative Befragung des Kiewer Internationalen Instituts für Soziologie (KMIS) vom Januar 2026 ergab: 52 Prozent der Ukrainer würden eine Übergabe der Donbas-Region unter russische Kontrolle selbst im Austausch gegen Sicherheitsgarantien der USA und Europas ablehnen. Lediglich 40 Prozent der 1003 Befragten wären zu einem solchen Schritt bereit, während sich 7 Prozent nicht festlegen konnten.

Die Ablehnung ist in der Hauptstadt Kiew mit 59 Prozent besonders ausgeprägt. Dies unterstreicht die tiefe Verbundenheit mit dem Territorium und einen weitverbreiteten Skeptizismus gegenüber Gebietsabtretungen als Mittel zur Konfliktlösung. Die Ergebnisse sind für die gesamte Ukraine repräsentativ.

Kriegsdauer und Vergeltung: Einstellungen in der Bevölkerung

Die Umfrage beleuchtet auch die Erwartungen an den Kriegsverlauf: Nur 20 Prozent der Bürger rechnen mit einem Ende der Kampfhandlungen in den kommenden Wochen oder im ersten Halbjahr 2026. Die überwältigende Mehrheit von 65 Prozent zeigt sich dagegen bereit, den Krieg so lange auszuhalten, wie es nötig ist. Deutliche Mehrheiten sehen in den russischen Angriffen auf die ukrainische Energieinfrastruktur (88%) einen Versuch der Erpressung zur Kapitulation und befürworten gleichzeitig ukrainische Gegenschläge auf russischem Hoheitsgebiet (90%).

Präsident Wolodymyr Selenskyj hat dazu eine klare Position: 'Die Ukraine wird einer Übergabe des Donbas an Russland nicht zustimmen.'

Die Daten zeichnen somit das Bild einer entschlossenen Gesellschaft, die trotz enormen Drucks an der Wiederherstellung der territorialen Souveränität festhält. Diese Haltung ist vor dem Hintergrund der anhaltenden russischen Invasion zu sehen, die bereits seit Jahren andauert. Die breite Ablehnung von Gebietsabtretungen spiegelt tief verwurzelte nationale Überzeugungen wider und bestärkt den offiziellen Regierungskurs, der auf Kompromisse in dieser Frage verzichtet. Diese öffentliche Meinung wird wahrscheinlich einen erheblichen Einfluss auf alle künftigen Verhandlungsstrategien haben.


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