Moskau bedroht Getreideexport: Kiew ruft UN-Sicherheitsrat an.
Gefahren für die ukrainische Getreidepassage
Nach Angaben von UATV: Die Ukraine hat den UN-Sicherheitsrat einberufen, nachdem Russland wiederholt Schiffe im Schwarzen Meer attackiert hat. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass die russischen Streitkräfte systematisch zivile Frachter angreifen und damit die weltweite Nahrungsmittelversorgung gefährden. Laut seinen Angaben droht eine Blockade des sogenannten Getreidekorridors, über den die Ukraine ihr Getreide exportiert.
Am 23. Juli 2023 trat Selenskyj gemeinsam mit dem irischen Premierminister Michael Martin vor die Presse, um über die Sicherheitslage in der Region zu sprechen. Bereits einen Tag zuvor, am 22. Juli, konnte kein einziges Schiff die ukrainischen Häfen anlaufen – ein klares Zeichen für die schwerwiegenden Probleme in der Schifffahrt. Der amtierende ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bestätigte, dass die russische Armee in den letzten Tagen mindestens drei Frachter beschossen hat.
Angriffe auf die zivile Schifffahrt
Besonders schwer war der Vorfall vom 19. Juli 2023: Damals traf eine russische Rakete den Frachter „Golden Leo“ nahe Odessa, wobei zehn Menschen ums Leben kamen. Zwischen dem 7. und 21. Juli 2023 erreichte die Intensität der russischen Attacken auf zivile Schiffe ein kritisches Niveau. Sybiha sagte dazu:
„Russland greift derzeit die globalen Nahrungsmittelmärkte im Schwarzen Meer an.“
Er betonte weiter, dass diese Angriffe „die Freiheit der Schifffahrt bedrohen und den Getreideexport blockieren – noch wichtiger: Sie erfordern eine entschlossene und koordinierte internationale Reaktion“. Präsident Selenskyj ergänzte:
„Wir haben schon vor ein paar Monaten gewusst, dass sie so handeln würden.“
Als Reaktion auf die Zuspitzung der Lage forderte die Ukraine am 27. Juli 2023 die Vereinten Nationen auf, den Sicherheitsrat einzuberufen. Der Schutz der Seewege und die Sicherheit der zivilen Schifffahrt sind angesichts der jüngsten Ereignisse dringender denn je.
Diese Vorfälle verdeutlichen die ernsten Risiken für die globale Ernährungssicherheit. Sollte der Getreidekorridor tatsächlich blockiert werden, droht in vielen Ländern, die auf ukrainische Lieferungen angewiesen sind, eine Nahrungsmittelknappheit. Die internationale Gemeinschaft, insbesondere die UNO, muss nun über Maßnahmen beraten, um die zivilen Schiffe zu schützen und die Handelsrouten offen zu halten – eine Voraussetzung für stabile Lebensmittelmärkte weltweit.
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