Odesa ist seit drei Tagen ohne Strom nach 300 Angriffen: Wie die Stadt im Blackout überlebt.
Nach Angaben von ТСН: Odesa erlebt seit drei Tagen fast einen vollständigen Blackout aufgrund massiver Angriffe auf die Energieinfrastruktur der Region. Nach Angaben der Militärverwaltung hat der Feind innerhalb von anderthalb Tagen mehr als 300 Luftangriffszeugen abgefeuert. Die Region ist ohne Strom, Wasser, Wärme, und in einigen Gebieten sogar ohne Kommunikation. Die Arbeit der Notfallteams wird durch ständige Luftalarm-Signale erschwert.
Die Energiespezialisten konnten jedoch erste positive Ergebnisse erzielen.
Die Korrespondentin berichtet über die aktuelle Situation in der Stadt.
Wasser ist zurück, das Geräusch der Generatoren verstummt nicht
In Odesa gibt es das Geräusch von Generatoren, aber es gibt auch gute Nachrichten:
Wasser ist zurück in die Haushalte: Die Energiespezialisten konnten die Versorgung für die kritische Infrastruktur wiederherstellen.
Unterricht: Die meisten Schulen planten, den Unterricht wieder aufzunehmen, aber der andauernde morgendliche Alarm von sieben bis zehn ließ viele Schüler zu Hause bleiben. Die Kindergärten arbeiten im Modus von Notgruppen.
Transport: Straßenbahnen und Trolleybusse verkehren nicht; in der Stadt fahren nur Busse, und die Transportanbieter versprechen, deren Anzahl auf den Routen zu erhöhen.
Die Anwohner reagieren verständnisvoll auf die Situation:
„Die Leute verstehen die Situation, wir hoffen, dass es in ein paar Tagen besser wird,“ bemerkte einer der befragten Passagiere.
Probleme auf den Straßen und Warteschlangen zum Aufladen
Der Verkehr bleibt angespannt, obwohl Elektroautos praktisch von den Straßen verschwunden sind. Ein Hauptproblem ist die Funktionsweise der Ampeln:
Ampeln funktionieren nicht überall — nur die, die von Batterien oder Generatoren gespeist werden.
Das macht den Verkehr, besonders nachts, schwierig, da die Straßenbeleuchtung fehlt.
Im Gegensatz dazu gibt es keinen Ansturm auf Trinkwasser, die Warteschlangen an den Brunnen sind kurz. Dennoch gibt es Menschenansammlungen an den Ladestationen:
„Es lädt sehr langsam, weil so viele hier sind… wir wissen nicht, wann wir hier wegkommen… Ich lade alle Powerbanks, Telefone… Wie alle, wir gehen im Halbdunkel, Gott sei Dank, dass wir ein Dach über dem Kopf und Wasser haben, und es warm ist,“ erzählt ein Stadtbewohner.
Kommunikation in der Stadt
Kommunikation und Internet bleiben instabil und in allen Stadtteilen nicht verfügbar. Die Korrespondentin bemerkte, dass in der Nacht und am Morgen in der Nähe ihres Hauses keine Luftalarm-Signale wegen der Stromausfälle zu hören waren.
Durch den langen Blackout sehen sich die Bewohner mit dem Problem verdorbener Lebensmittel konfrontiert. In Chats werden Rezepte geteilt, wie man das, was noch zubereitet werden kann, retten kann. Am schwierigsten haben es diejenigen, die in elektrischen Häusern leben, wo nur elektrische Kochfelder installiert sind: Sie haben Schwierigkeiten, heiße Gerichte zuzubereiten. Darüber hinaus funktionieren in den Mehrfamilienhäusern die Aufzüge nicht.
Auf die Frage, wann der Strom zurückkommt, antworten die Energieversorger bisher, dass dies unbekannt sei, da die Beschüsse nicht aufgehört haben.
Die langanhaltende Situation in Odesa zeugt von der Instabilität der Energieinfrastruktur der Region, die das tägliche Leben der Anwohner erschwert. Die Notdienste bemühen sich, die Energieversorgung wiederherzustellen, aber die Sicherheit hat oberste Priorität. Gleichzeitig zeigen die Bewohner Verständnis und unterstützen sich gegenseitig in schwierigen Zeiten.
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