Boris Becker über das Gefängnis: Nachbar-Mörder, Drogen und abgelehnter Besuch von Klopp.
Boris Beckers Offenheit über das Leben im Gefängnis
Nach Angaben von The Sun: Boris Becker teilte seine 'schockierenden' Erfahrungen im Gefängnis, wo sein Nachbar ein Mörder war und nebenan ein Pädophiler.
Der 57-jährige Becker erhielt zweieinhalb Jahre Haft wegen Vermögensverheimlichung und Schulden bei Gläubigern.
EPADer dreifache Wimbledon-Champion verbrachte insgesamt acht Monate in den Gefängnissen HMP Wandsworth und Huntercombe, bevor er aus Großbritannien deportiert wurde.
Becker berichtete, dass er während seiner Haftzeit keine Privilegien aufgrund seiner Beliebtheit oder der Art seines Verbrechens beobachtete.
„Mein Verbrechen war ein Weißkragenverbrechen, wie sie sagen, aber mein Zellennachbar war ein Mörder, gegenüber saß ein Pädophiler, und rechts waren Schmuggler und ernsthafte Drogenhändler.“
Er war auch von dem Umfang des Schmuggels und der Drogen im Gefängnis beeindruckt.
„Ich wusste nicht, dass man drinnen praktisch alles bekommen kann. Ich spreche von Drogen, kleinen Handys, Essen – alles, was man will.“
„Sogar ein bisschen Alkohol am Wochenende. Das hat mich schockiert.“
Während seiner Haft hielt Becker Kontakt zu seiner Frau Lilian de Carvalho Monteiro, was ihm half, die Schwierigkeiten zu überstehen.
Er erhielt auch Unterstützung von Bekannten aus der Sportwelt, darunter der ehemalige Liverpool-Manager Jürgen Klopp.
GettyIn seinem Buch 'Inside' erwähnte Becker, dass er sich an Klopp um moralische Unterstützung wandte, aber die Gefängnisverwaltung verbot ihnen, sich zu treffen.
Becker erhielt Nachrichten von Klopp, der den Wunsch äußerte, ihn während seiner Haft zu besuchen, doch die Gefängnisverwaltung lehnte dies zweimal ab, da sie eine 'übermäßige Öffentlichkeit' befürchtete.
Dennoch gaben die Freunde die Hoffnung auf Kommunikation nicht auf, und die deutschen Sportler schickten sich gegenseitig Textnachrichten.
Beckers Erfahrungen im Gefängnis eröffnen neue Perspektiven auf die Realität des Gefängnislebens, insbesondere über den Einfluss von Prominenz auf die Wahrnehmung des Rechtssystems. Seine Berichte über die Haftbedingungen sowie über die Unterstützung durch Verwandte und Bekannte spiegeln die Bedeutung sozialer Verbindungen selbst in den schwierigsten Umständen wider. Dies unterstreicht, wie wichtig moralische Unterstützung in schwierigen Zeiten ist.
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