Das britische Kosmetiknetzwerk Bodycare hat in vier weiteren Geschäften Verkaufsaktionen gestartet: Was passiert?.
Nach Angaben von The Sun: Das britische Kosmetiknetzwerk Bodycare hat in mehreren seiner Geschäfte Verkaufsaktionen gestartet, nur wenige Tage nach der Bekanntgabe der Insolvenz.
Das Unternehmen Bodycare, das seinen Weg in den 1970er Jahren als Straßenhandel in Lancashire begann und über 147 Geschäfte in ganz Großbritannien verfügt, gab am Freitag die Ernennung eines Insolvenzverwalters durch Interpath Advisory bekannt.
Alamy32 Geschäfte wurden mit sofortiger Wirkung geschlossen, was dazu führte, dass etwa 450 Mitarbeiter ihren Job verloren.
Jedoch haben vier Geschäfte, die zuvor nicht auf der Liste der geschlossenen Geschäfte standen, Verkaufsaktionen mit dem Motto 'Alles muss weg' angekündigt.
Bei der Bekanntgabe der Insolvenz wechselt die Kontrolle über das Unternehmen an den bestellten Insolvenzverwalter, der für das Management der Vermögenswerte und Geschäfte zur Tilgung der Schulden verantwortlich ist.
Derzeit bleiben 115 Geschäfte geöffnet, während die Verwaltung weitere Geschäftsmöglichkeiten prüft, auch wenn neue Verkaufsaktionen auf mögliche zusätzliche Schließungen hinweisen könnten.
Die Geschäfte in Bolton, Halifax, Harrogate und Mold bieten Rabatte von 'mindestens 20 % auf alles' an.
Wann genau diese Geschäfte schließen werden, ist derzeit unbekannt, aber wir haben Bodycare kontaktiert, um weitere Informationen zu erhalten.
Nik Holloway, Geschäftsführer von Interpath und Mit-Insolvenzverwalter, bemerkte: “Es sind schwierige Zeiten für Einzelhändler, da steigende Kosten und sinkende Verbraucherausgaben erheblichen Einfluss auf das Geschäft haben.”
Bodycare, bekannt für Marken wie L’Oréal und Nivea, hat seit der Pandemie finanzielle Schwierigkeiten. Das Unternehmen, das vor über 50 Jahren gegründet wurde, hat mehrere Monate versucht, einen Rettungsplan mit der Unterstützung der Beratungsfirma Interpath und ihrer Eigentümer, Baaj Capital, zu finden.
Vor kurzem erhielt Baaj Capital ein Darlehen von 7 Millionen Pfund zur Stabilisierung des Unternehmens, jedoch blieben diese Bemühungen ohne die erwarteten Ergebnisse.
Probleme auf dem Markt
In den letzten Jahren haben viele Einzelhandelsunternehmen, darunter River Island und Poundland, die Insolvenz umgangen, indem sie ihre Schulden umstrukturierten, was die Schließung von Geschäften und den Abbau von Arbeitsplätzen beinhaltete.
River Island plant, bis zu 33 Geschäfte im Januar zu schließen, während Poundland beabsichtigt, 68 Geschäfte zu schließen und die Kosten in vielen weiteren zu senken.
Gleichzeitig erleben auch andere Einzelhändler, wie New Look und Claire’s, ernsthafte Schwierigkeiten und schließen viele ihrer Standorte.
Handelsprobleme im Jahr 2025
Der British Retail Consortium erwartet, dass steigende Arbeitgeberabgaben negative Auswirkungen auf den Einzelhandel haben werden, was zu finanziellen Verlusten von 2,3 Milliarden Pfund führen könnte.
Das Centre for Retail Research warnt, dass bis zu 17.350 Einzelhandelsstandorte im Jahr 2025 schließen könnten, nachdem bereits 13.000 im Jahr 2024 geschlossen wurden. Professor Joshua Bamfield bemerkte: “Das sind besorgniserregende Statistiken, und 2025 könnte noch mehr Probleme bringen.”
“Steigende Geschäftskosten und höhere Ausgaben für Verbraucher werden die Anzahl der Arbeitsplatzverluste erhöhen.”
Die Situation auf dem britischen Einzelhandelsmarkt bleibt herausfordernd. Die Insolvenz von Bodycare ist nur eine der vielen Geschichten über die Schwierigkeiten, mit denen Händler konfrontiert sind. Das Wachstum der Geschäftskosten bedroht nicht nur Arbeitsplätze, sondern auch die Verfügbarkeit von Waren für Verbraucher. Angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Lage müssen Unternehmen nach neuen Wegen suchen, um zu überleben und sich an sich verändernde Bedingungen anzupassen.
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