Ukrainischer Geheimdienstchef lehnt polnischen Orden ab – Protest gegen Entscheidung zu Selenskyj.
Orden zurückgewiesen
Nach Angaben von Espreso.tv: Der Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanow, hat die ihm vom polnischen Präsidenten verliehene Auszeichnung – das Goldene Offizierskreuz des Ordens „Verdienst um die Republik Polen“ – nicht angenommen. Der Schritt erfolgte als Reaktion auf eine Entscheidung des polnischen Präsidenten Karol Nawrocki, der am 19. Juni verfügte, dass Wolodymyr Selenskyj der Orden des Weißen Adlers aberkannt wird. Auch Andrij Sybiha, dem das Komturkreuz mit Stern desselben Ordens verliehen worden war, verzichtete auf diese Ehrung. Beide Entscheidungen sind in der Ukraine auf breite Kritik gestoßen und haben die diplomatischen Beziehungen zusätzlich belastet.
Budanows Begründung
Kyrylo Budanow äußerte sich zu seinem Schritt und erklärte:
„Ich lehne das Goldene Offizierskreuz des Ordens ‚Verdienst um die Republik Polen‘ ab.“ — Kyrylo Budanow
Er betonte, dass er ‚diese Geste des polnischen Präsidenten nicht für gerecht‘ halte. Die Ablehnung der Auszeichnungen durch Budanow und Sybiha macht ihre Haltung zu den jüngsten Vorgängen um die Ehrung ukrainischer Amtsträger in Polen deutlich. Konkret geht es um die Aberkennung von Selenskyjs Orden, die als politisch motiviert wahrgenommen wird.
Dass ukrainische Spitzenbeamte auf hohe polnische Orden verzichten, deutet auf Spannungen zwischen Kiew und Warschau hin. Es zeigt auch, dass sie mit politischen Entscheidungen nicht einverstanden sind, die ihre eigene Reputation betreffen. Diese Ereignisse könnten die ohnehin komplexen bilateralen Beziehungen weiter verkomplizieren – insbesondere angesichts der gemeinsamen Geschichte und der aktuellen Sicherheitsherausforderungen in der Region.
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