Pentagon-Deal kostet ChatGPT massiv Nutzer: Löschungen explodieren um 295 Prozent.
Sturm der Entrüstung nach US-Verteidigungsdeal
Nach Angaben von Novyny.live: Die Ankündigung eines Vertrags zwischen OpenAI und dem US-Verteidigungsministerium am 28. Februar 2026 hat bei amerikanischen Nutzern eine Welle der Abkehr ausgelöst. Die Zahl der App-Löschungen von ChatGPT schnellte daraufhin um 295 Prozent in die Höhe. Parallel dazu verzeichnete die KI-Anwendung einen massiven Anstieg negativer Bewertungen: Die Zahl der Ein-Sterne-Bewertungen erhöhte sich um schockierende 775 Prozent. Diese Zahlen belegen einen deutlichen Vertrauensverlust in der Nutzerschaft.
Während die durchschnittliche tägliche Löschrate im Januar und Februar noch bei etwa 9 Prozent lag, führte die Nachricht vom Pentagon-Deal zu einem sprunghaften Anstieg. Offenbar reagieren viele Anwender sensibel auf die militärische Nutzung von KI-Technologie. Insgesamt gingen auch die Neuinstallationen von ChatGPT um 13 Prozent zurück, was auf eine verunsicherte Nutzerbasis hindeutet.
Claude profitiert als ethischerer Konkurrent
Von der Krise des Marktführers profitiert der Konkurrent Claude von Anthropic. Dessen Downloads stiegen am 27. Februar um 37 Prozent und am 28. Februar sogar um 51 Prozent an. Der Wechsel der Nutzer ist bemerkenswert, da sich Anthropic in der Vergangenheit explizit geweigert hat, mit dem US-Verteidigungsministerium zusammenzuarbeiten – aus ethischen Bedenken gegenüber militärischen KI-Anwendungen.
Diese Verschiebung der Präferenzen zeigt sich auch in den App-Store-Charts: Im März 2026 überholte Claude im US-App Store erstmals ChatGPT an Popularität. Noch im Januar hatte es Claude nicht einmal in die Top-100 geschafft. Studien von Microsoft Research und Salesforce liefern zusätzlichen Kontext, indem sie zeigen, dass selbst moderne KI-Chatbots in langen Dialogen an Zuverlässigkeit einbüßen – was die allgemeine Nutzerzufriedenheit beeinträchtigen kann.
Die Entwicklung unterstreicht, wie stark ethische Erwägungen das Nutzerverhalten im Tech-Bereich mittlerweile prägen. Die Abwanderung von ChatGPT und der Aufstieg von Claude signalisieren ein wachsendes Bewusstsein für die gesellschaftlichen Auswirkungen von KI, insbesondere bei sicherheitskritischen Kooperationen. Für Tech-Unternehmen, die mit staatlichen Stellen zusammenarbeiten, wird dieser Fall zum Lehrstück: Öffentliche Kontroversen können sich unmittelbar auf die Nutzerzahlen auswirken.
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