Die Krise des Westens: Warum Trump nur ein Symptom innerer Probleme ist.

Die Krise des Westens: Warum Trump nur ein Symptom innerer Probleme ist
Die Krise des Westens: Warum Trump nur ein Symptom innerer Probleme ist

Nach Angaben von ТСН: Der Journalist und Analyst Marc Felix Serrao ist der Meinung, dass die derzeitige Krise der transatlantischen Allianz aufgrund innerer Probleme des Westens entstanden ist und nicht durch die Politik des US-Präsidenten Donald Trump.

Serrao merkt in seiner Kolumne an, dass es falsch ist, Trump die 'Zerstörung des Westens' anzulasten. Er ist überzeugt, dass Europa über einen längeren Zeitraum ein Modell der Abhängigkeit von den USA geschaffen hat, in dem die Rolle des militärischen Schützlings mit der Moralischen Überlegenheit verbunden wurde.

“Für den Schützling ist Trump eine Bedrohung. Für den Moralist ist er ein Geschenk,”

— sagt Serrao und kommentiert die Gedanken zur sogenannten “strategischen Autonomie” der EU.

“Europa ohne die USA” – eine Illusion

Nach Auffassung von Serrao ist die Idee einer selbständigen Verteidigung Europas ohne die USA unrealistisch. Obwohl der Kontinent wirtschaftliche Stärke hat, fehlen ihm militärische Macht, politische Kohäsion und strategischer Wille.

Er glaubt, dass ohne den amerikanischen Schutz die EU-Länder unterschiedliche Wege einschlagen würden, von Neutralität bis hin zu Versuchen, sich mit Russland zu einigen.

“Europa würde kein eigenständiger Akteur werden – es würde sich wieder in einen gespaltenen Kontinent verwandeln,”

— stellt Serrao fest.

Grönland und Trump

In Bezug auf die emotionalen Reaktionen auf Trumps Äußerungen zu Grönland hält Serrao die europäische Antwort für übertrieben. Seiner Meinung nach ist dies nicht das “Ende des Westens”, sondern klassische Großmachtpolitik und das Bestreben der USA, in ihrer Region Dominanz zu erlangen.

Trump handelt pragmatisch und, wie der Analyst glaubt, hofft er tatsächlich auf einen Vertrag, während die Panik in Europa nur seine Positionen stärkt.

Die Bedrohungen des Westens sind nicht nur extern

Serrao weist auch auf interne Probleme in den westlichen Gesellschaften hin und kritisiert die Einschränkung der Meinungsfreiheit in der EU, chaotische Migrationspolitik und den demografischen Rückgang.

Außerdem ist er der Ansicht, dass ein Teil der kulturellen Konflikte in Europa amerikanischen Ursprungs ist - von der “Cancel Culture” bis zur radikalen Überprüfung traditioneller Werte.

“Der Westen wird nicht nur von Russland und China untergraben, sondern auch von Prozessen innerhalb der Gesellschaften selbst,”

— betont Serrao.

Trump – ein Symptom, nicht die Ursache

Der Analyst ist der Meinung, dass Trump nicht die Ursache der Krise des Westens ist, sondern vielmehr eine scharfe Reaktion darauf. Der Hauptbruchs geht nicht zwischen Europa und den USA, sondern innerhalb der westlichen Gesellschaften auf beiden Seiten des Atlantiks.

“Der Westen steht vor der Wahl: entweder er löst sich in einer Gesellschaft des Zwanges auf, oder er kehrt zu Freiheit, Verantwortung und Werten zurück, die ihn stark gemacht haben,”

— fasst Serrao zusammen.

Trump erklärt offen, dass er vorhat, Grönland zu übernehmen, während europäische Analysten warnen, dass seine Strategie dem Szenario Putins ähnelt, der aggressiv Territorien annektiert.

Es wurde auch berichtet, dass die stellvertretende Vorsitzende des französischen Parlaments, Clémence Gallet, plant, über eine Resolution zur Austritt aus der NATO abzustimmen und dies mit der Außenpolitik der Trump-Administration zu begründen.

Im aktuellen Kontext betonen die Gespräche über die Krise in der transatlantischen Allianz nicht nur die Spannungen aufgrund externer Bedrohungen, sondern auch die Bedeutung der inneren Herausforderungen, mit denen die Länder konfrontiert sind. Laut Experten wird der Schlüssel zur Stärkung der Allianz die Fähigkeit der europäischen Länder sein, ihre inneren Probleme zu lösen, während sie strategische Einheit und Interaktion mit den USA bewahren.


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