Nach Tötung von Chamenei: Brent-Öl steigt über 116 Dollar – Trump führt Gespräche mit Iran.
Eskalation im Konflikt zwischen den USA, Israel und Iran
Nach Angaben von TSN.ua: Seit über einem Monat dauern die militärischen Auseinandersetzungen zwischen den USA, Israel und Iran an. In dieser Zeit ist der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent auf über 116 US-Dollar gestiegen. Zum Vergleich: Der historische Höchststand für diesen Rohöl-Typ lag 2008 bei 147 Dollar. Am 28. Februar wurde im Zuge der Kampfhandlungen Ajatollah Ali Chamenei getötet – ein bedeutender Wendepunkt. Sein Sohn Modschtaba Chamenei übernahm daraufhin die Position des obersten Führers Irans.
Die Militäroperation gegen Iran ist auf vier bis sechs Wochen angelegt, was auf eine Fortsetzung der intensiven Gefechte hindeutet. Gleichzeitig steigen die Kriegskosten, während die Zustimmungswerte von US-Präsident Donald Trump auf 33 Prozent gefallen sind. Dieser Rückgang spiegelt die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung wider, die unter den gestiegenen Benzinpreisen leidet – in den USA kostet ein Gallone inzwischen mehr als vier Dollar.
Laut Trump hat Teheran den meisten der 15 Punkte des amerikanischen Friedensplans zugestimmt. Er betonte, das derzeitige iranische Regime verhalte sich „viel vernünftiger“ als zuvor.
Historische Parallelen und wirtschaftliche Folgen
In der US-Geschichte gingen ähnliche Kriege stets mit steigenden Kosten und sinkender öffentlicher Unterstützung einher. Während des Vietnamkriegs (1965–1973) waren über 2,7 Millionen amerikanische Soldaten im Einsatz, mehr als 58.000 von ihnen starben. Die Politik der „Vietnamisierung“ begann 1969. Der Abzug aus Afghanistan endete im August 2021, die Bombardierung des Landes startete bereits 2001. Die Invasion des Irak begann 2003 – all diese Beispiele zeigen die komplexe Geschichte militärischer Interventionen der USA.
Die Lage im und um Iran bleibt angespannt, insbesondere nach dem Führungswechsel und den vorsichtigen Annäherungen an Friedensgespräche. Der steigende Ölpreis könnte die wirtschaftliche Situation in den USA und die globalen Energiemärkte weiter belasten. Dass Trumps Umfragewerte sinken, deutet darauf hin, dass die amerikanische Gesellschaft die Kriegsfolgen zunehmend zu spüren bekommt – ein Faktor, der künftige politische Entscheidungen und Strategien Washingtons gegenüber Iran beeinflussen dürfte.
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