Der ehemalige UEFA-Schiedsrichter über die Demütigung durch Collina: Details des skandalösen Tests.

Der ehemalige UEFA-Schiedsrichter über die Demütigung durch Collina: Details des skandalösen Tests
Der ehemalige UEFA-Schiedsrichter über die Demütigung durch Collina: Details des skandalösen Tests

Offene Geständnisse des ehemaligen Schiedsrichters

Nach Angaben von The Sun: Der ehemalige Schiedsrichter Jonas Eriksson erzählte von einer 'demütigenden' Erfahrung, die er mit FIFA-Chef Pierluigi Collina gemacht hatte.

Eriksson, der 51 Jahre alt ist, war von 2002 bis 2018 FIFA-Schiedsrichter. Er leitete Spiele bei der Weltmeisterschaft 2014 und dem Finale der UEFA Europa League 2016, in dem Sevilla Liverpool mit 3:1 besiegte.

Der ehemalige Schiedsrichter sprach über seine 'demütigende' Erfahrung mit FIFA-Chef Pierluigi Collina Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images Jonas Eriksson beschrieb den 'demütigenden' Test zur Gewichtsmessung und Körperfettquote EPA/ARMANDO BABANI

In seiner Autobiografie 'House of Cards: The dirty game behind the game – Confessions of a FIFA referee' beschreibt Eriksson, was hinter den Kulissen des internationalen Fußballs geschieht.

Die Zeitung The Guardian veröffentlichte einen Auszug, in dem Eriksson über den seiner Meinung nach 'demütigenden' Test zur Gewichtsmessung und Körperfettquote spricht, der 2010 in Slowenien durchgeführt wurde.

Eliteschiedsrichter wurden aufgefordert, sich einem standardmäßigen medizinischen Check-up zu unterziehen, bei dem, laut Eriksson, sie sich bis auf die Unterwäsche ausziehen und sich vor Collina und mehreren medizinischen Fachkräften auf die Waage stellen mussten.

„Wenn es um Gewichtstests und Körperfettquote ging, empfand ich nur Ekel, Wut und Demütigung. Das Problem lag nicht in den Tests selbst, sondern in der Art und Weise, wie sie durchgeführt wurden“, bemerkte Eriksson.

Eriksson fuhr fort und beschrieb die Einzelheiten des Tests, währenddessen die Schiedsrichter in Unterwäsche in einer Reihe standen und von Collina bewertet und angeschaut wurden.

„Wir standen in einer langen Reihe, nur in Unterwäsche. Wir waren die besten Schiedsrichter Europas, Elite-Athleten, aber niemand protestierte“, erinnert er sich.

Eriksson merkte auch an, dass, wenn er versucht hätte, gegen die Methoden von Collina zu protestieren, dies das Ende seiner Karriere hätte bedeuten können.

Die Redaktion von SunSport hat FIFA um Kommentare gebeten.

Die offenen Geständnisse von Jonas Eriksson werfen einen Blick darauf, wie die Prozesse innerhalb des Fußballverbands ablaufen. Solche Vorfälle betonen die Notwendigkeit einer Verbesserung der Ethik und des Verhaltens unter Spitzenschiedsrichtern, da ihre Entscheidungen direkte Auswirkungen auf wichtige Spiele haben. Diese Geschichte wirft Fragen zur Bedeutung von Respekt und Würde im Sportumfeld auf.


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