Putin schweigt über Venezuela: Warum der Kreml auf die Aktionen der USA nicht reagiert.
Nach Angaben von ТСН: Wladimir Putin hat eine Strategie des "Schweigens" gewählt und ignoriert die aggressiven Handlungen der USA in Venezuela sowie die Beschlagnahmung russischer Schiffe. Dies hängt mit seinem Bestreben zusammen, ein gewünschtes Ende des Krieges in der Ukraine zu erreichen.
Schweigen als Strategie
Das Medium weist darauf hin, dass die USA kürzlich eine Operation zur Evakuierung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro durchgeführt haben und zudem ein weiteres russisches Tanker unter Sanktionen beschlagnahmt haben. Solche Handlungen hätten früher Empörung in Moskau und Drohungen mit Atomwaffen ausgelöst, aber die Reaktion beschränkte sich jetzt auf eine formelle Erklärung des russischen Verkehrsministeriums.
„Sein [Putins – Anm. d. Red.] Ziel ist es, als Sieger in der Ukraine hervorzugehen, und alles andere untersteht diesem Ziel... Warum sollten wir den Amerikanern dort [in Venezuela – Anm. d. Red.] einen Grund zur Provokation geben und die Beziehungen zu ihnen ruinieren?“
Jeder Versuch, Maduro zu verteidigen, hätte zu einer vollständigen Zerrüttung der Beziehungen zu Trump führen können, was sich der Kreml jetzt nicht leisten kann.
Globale Rückzug Russlands
Der Konflikt in der Ukraine hat sich als enorme Belastung für die Ressourcen Moskaus erwiesen. Daher verliert Russland seinen Einfluss in Regionen, in denen es zuvor dominant war:
Syrien: Bis Ende 2024 könnte das Regime von Baschar al-Assad fallen, trotz jahrelanger russischer Unterstützung.
Kaukasus: Armenien und Aserbaidschan, ehemalige Satelliten Moskaus, unterzeichnen jetzt Friedensabkommen in den USA.
Iran: Proteste bedrohen das regimefreundliche Regime.
„Da das Land intern widerstandsfähiger gegenüber dem Druck des Westens wird, wird es zugleich schwächer als globaler Akteur, da es nicht über genügend Ressourcen für seine Ambitionen verfügt“, merkt ein Experte an.
Kompensation durch Terror
Da Putin nicht in der Lage ist, adäquat auf Trump zu reagieren, leitet er seine Unzufriedenheit gegen die Ukraine. Ukrainische Analysten glauben, dass der jüngste Raketenangriff "Oreschnik" einen Versuch darstellt, die verlorenen geopolitischen Positionen auszugleichen.
„Er konnte in Lateinamerika nichts ausrichten, er konnte gegen Trump nichts ausrichten, also schlug er auf die Ukraine. Er ist schwach in der Geopolitik, möchte aber betonen, dass er immer noch hier ist, in der Ukraine“,
— merkt ein Politologe an. Gleichzeitig erhält Putin einige positive Nachrichten: Trumps Ambitionen in Grönland könnten die NATO schwächen, was für Moskau vorteilhaft sein könnte. Doch gegenwärtig muss sich der Kreml mit Verlusten in Venezuela abfinden.
Erinnern wir uns daran, dass der jüngste Angriff auf die Ukraine nicht nur ein Akt des Terrors gegen Zivilisten war, sondern auch ein wichtiges geopolitisches Signal. Westliche Medien charakterisierten den Schlag mit "Oreschnik" als Bedrohung für die Verbündeten der Ukraine.
Diese Situation unterstreicht, dass der Kreml gezwungen ist, seine Strategien aufgrund von schwindenden Ressourcen und Einfluss auf der internationalen Bühne anzupassen. Die Weigerung, aggressive Maßnahmen in Venezuela zu ergreifen, zeugt von den begrenzten Möglichkeiten Russlands angesichts wachsender Isolation und Drucks durch den Westen. Gleichzeitig deuten Angriffe auf die Ukraine darauf hin, dass versucht wird, diese Verluste auszugleichen, auch wenn dies weitere Eskalationen des Konflikts gefährden könnte.
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