Schenkung, Testament oder Pflegevertrag: Welche Methode zur Immobilienübertragung das höchste Risiko birgt.
Wege der Immobilienübertragung
Nach Angaben von Novyny.live: Die Übertragung von Immobilien ist für viele Menschen ein entscheidender Lebensabschnitt. Drei Hauptvarianten stehen dabei im Fokus: die Schenkung, das Testament und der Leibrentenvertrag. Jede dieser Optionen bringt eigene Risiken und Kosten mit sich, die vor einer Entscheidung genau abgewogen werden sollten. Besonders wichtig ist es, die langfristigen Folgen für alle Beteiligten zu bedenken.
Schenkung, Testament und lebenslanger Unterhaltsvertrag
Eine Schenkung von Immobilien ist mit verschiedenen Ausgaben verbunden. Die notarielle Beurkundung kann rund 6.000 Griwna kosten, die Immobilienbewertung schlägt mit bis zu 3.000 Griwna zu Buche. Hinzu kommt eine staatliche Gebühr in Höhe von 1 Prozent des Verkehrswerts, die der Schenkende entrichten muss. Auch die Schenkungssteuer spielt eine Rolle: Für nahe Verwandte fällt sie mit 0 Prozent aus, für andere Personen sind es 5 Prozent. Der Experte Roman Simutin warnt:
Das größte Risiko für den Schenkenden besteht darin, dass das Eigentum sofort in die vollständige Verfügungsgewalt des Beschenkten übergeht.
Beim Testament hingegen erhält der Begünstigte das Vermögen erst nach dem Tod des Eigentümers. Hier ist der Pflichtteil zu beachten, der etwa behinderten Eltern, dem Ehepartner oder minderjährigen Kindern einen gesetzlichen Anspruch auf einen Teil des Nachlasses sichert. Roman Simutin betont, dass ein Testament jederzeit geändert werden kann – die Aufrichtigkeit des Erblassers ist daher von zentraler Bedeutung.
Der Leibrentenvertrag sieht vor, dass das Eigentum an eine Person übertragen wird, die sich um den bisherigen Besitzer kümmert. Doch auch diese Methode birgt Tücken. Roman Simutin erklärt:
Der Pflegende kann sein Anrecht auf die Wohnung selbst nach jahrelanger Fürsorge verlieren – in einem solchen Fall fällt die Immobilie an die Verwandten zurück.
Darüber hinaus kann eine vorgetäuschte Schenkung für ungültig erklärt werden, wenn das Gericht feststellt, dass der Vertrag nur zur Verschleierung eines tatsächlichen Verkaufs diente. Galina Nenchenko weist darauf hin:
- Die formale Bezeichnung des Vertrags ist nicht entscheidend, wenn das tatsächliche Verhalten der Parteien auf etwas anderes hindeutet.
Die Wahl der richtigen Übertragungsmethode hängt stark von der individuellen Situation und den Bedürfnissen der Beteiligten ab. Ein klares Verständnis der mit jeder Variante verbundenen Risiken und Kosten ist der Schlüssel zu einer fundierten Entscheidung.
Der Prozess der Immobilienübertragung ist komplex und erfordert Sorgfalt, da er nicht nur die finanzielle Sicherheit, sondern auch die rechtlichen Beziehungen zwischen den Parteien beeinflusst. Wer die Besonderheiten der einzelnen Methoden kennt, kann spätere Konflikte vermeiden. Viele Menschen unterschätzen die möglichen Konsequenzen einer falschen Wahl – daher ist die Beratung durch Fachleute ein unverzichtbarer Schritt auf diesem Weg.
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