Militärangehörige müssen bis zum 1. April ihre Vermögenserklärung abgeben: Wer ist betroffen?.
Jährliche Deklarationspflicht läuft aus
Nach Angaben von TSN.ua: Bis zum 1. April 2025 endet die Frist für die jährliche Einkommens- und Vermögenserklärung für das Berichtsjahr 2024. Neue Vorschriften verpflichten bestimmte Gruppen von Militärangehörigen zur Abgabe dieser Erklärung.
Welche Soldaten müssen eine Erklärung einreichen?
Die Deklarationspflicht betrifft unter anderem folgende Personengruppen:
- Militärpersonal im Stab des ukrainischen Verteidigungsministeriums;
- Mitglieder von Militärärztlichen Kommissionen (MÄK) und Fliegerärztlichen Kommissionen;
- Angehörige der Territorialen Rekrutierungszentren (TRZ), mit Ausnahme von Mannschaftsdienstgraden der Sicherungseinheiten;
- Personen, die an Beschaffungsvorgängen für Güter, Dienstleistungen und Bauleistungen im Verteidigungsbereich beteiligt sind.
Gleichzeitig gibt es Gruppen von Militärangehörigen, die von der Abgabepflicht befreit sind. Dazu zählen:
- Berufssoldaten in militärischen Führungspositionen;
- Mobilisierte, Reservisten und einberufene Offiziere;
- Beschäftigte in den Bereichen Sozialwesen, Gesundheit, Bildung, Wissenschaft, Kultur und Sport – mit Ausnahme von Leitungspersonal.
Ablauf der Erklärungsabgabe
Die Abgabe erfolgt über die Webseite der Nationalen Agentur für Korruptionsprävention (NAZK). Voraussetzung ist eine qualifizierte elektronische Signatur (QES), mit der die Dokumente rechtsgültig übermittelt werden können.
Betroffene Militärangehörige sollten daher rechtzeitig für die Abgabe ihrer Erklärung bis zum 1. April 2025 sorgen, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden. Die Kampagne ist ein zentraler Baustein der staatlichen Bemühungen um mehr Transparenz und Korruptionsbekämpfung im Verteidigungssektor. Sie ermöglicht die Kontrolle von Finanzströmen und stellt sicher, dass Soldaten für ihre Einkünfte und Ausgaben Rechenschaft ablegen. Wer die Frist versäumt, muss mit rechtlichen Folgen rechnen – was die Bedeutung der neuen Regelungen unterstreicht. Für viele Militärangehörige stellt dieses Verfahren jedoch eine neue Herausforderung dar, insbesondere angesichts der anhaltenden Kriegssituation in der Ukraine.
Lesen Sie auch
- Jeder 14. Rekrut hätte eigentlich nicht einberufen werden dürfen: Die Fehler der Einberufungsämter in der Ukraine
- Trump überzeugt Netanjahu: Kein Gegenschlag gegen Iran – das steckt dahinter
- Putin lehnt Gipfel ab: Ukrainischer General erklärt, warum Russland den langen Krieg verlieren wird
- Die Wahlen in Armenien als Test der Staatlichkeit inmitten eines hybriden Krieges mit Russland
- EU-Spitzen sichern Ukraine Unterstützung zu: Das sind die Bedingungen für Frieden
- Trump: Netanjahu muss US-Atomdeal mit Iran wohl oder übel akzeptieren

