Rom und Sofia bremsen EU-Sanktionen gegen Patriarch Kirill aus.
Italien und Bulgarien stellen sich gegen EU-Sanktionen für Patriarch Kirill
Nach Angaben von Espreso.tv: Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hatte vorgeschlagen, dem russischen Patriarchen Kirill, einem engen Verbündeten von Wladimir Putin, ein Einreiseverbot in die EU zu erteilen. Doch dieser Vorstoß stößt auf Widerstand: Bulgarien kündigte bereits am 17. Juni an, das 21. Sanktionspaket gegen Russland zu blockieren, falls Kirill auf der Liste bleibt. Auch Italien äußerte Bedenken und warnte vor den Folgen eines solchen Schritts.
Uneinigkeit unter den EU-Mitgliedsstaaten
Die ablehnende Haltung Bulgariens zeigt, wie tief die Meinungsverschiedenheiten innerhalb der EU in der Frage der Russland-Sanktionen sind. Auch Rom signalisierte Zurückhaltung, was die Entscheidungsfindung weiter erschwert. Die Diskussion um mögliche Sanktionen gegen Kirill droht damit, die ohnehin fragile Einheit der EU in der Außenpolitik weiter zu belasten.
Dieser Fall verdeutlicht, wie unterschiedlich die Mitgliedsstaaten die Beziehungen zu Russland bewerten. Während einige Länder auf härtere Maßnahmen drängen, fürchten andere wirtschaftliche oder politische Nachteile. Die Debatte um Patriarch Kirill könnte daher zum Prüfstein für den Zusammenhalt der EU werden, wenn es darum geht, gemeinsame Sanktionen gegen russische Unterstützer durchzusetzen.
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