Nationalgardist soll im Gefangenenlager Daten von Kameraden an Russland weitergegeben haben.
Vorwurf der Kollaboration gegen ukrainischen Soldaten
Nach Angaben von Novyny.live: Einem Angehörigen der ukrainischen Nationalgarde wird vorgeworfen, während seiner Gefangenschaft mit Russland zusammengearbeitet zu haben. Konkret soll er Informationen über ukrainische Kriegsgefangene preisgegeben haben, die möglicherweise dazu genutzt wurden, diese zu misshandeln oder zu foltern.
Der Soldat befand sich von September 2022 bis Oktober 2024 in russischer Gefangenschaft. Laut Ermittlungen soll er freiwillig mit russischen Vertretern kooperiert und Details über andere Gefangene geliefert haben. Ein Mitgefangener erlitt demnach so schwere Verletzungen, dass er daran starb – ein Umstand, der die Tragweite der mutmaßlichen Handlungen verdeutlicht.
Juristische Aufarbeitung der Kollaboration
Darüber hinaus soll der Beschuldigte eingewilligt haben, der Söldnertruppe ‚Wagner‘ beizutreten, um auf russischer Seite gegen die Ukraine zu kämpfen. Nach einem Gefangenenaustausch im Jahr 2024 wurde er medizinisch behandelt und rehabilitiert; seinen Dienst trat er erst im Januar 2026 wieder an.
Die Vorwürfe stützen sich auf mehrere Paragrafen des ukrainischen Strafgesetzbuchs, unter anderem auf Beihilfe und Zusammenarbeit mit illegalen bewaffneten Gruppen. Ein Haftbefehl ohne Möglichkeit auf Kaution wurde erlassen. Die Ermittlungen werden vom Staatlichen Ermittlungsbüro in Zusammenarbeit mit dem Sicherheitsdienst der Ukraine und der Staatsanwaltschaft für Verteidigungsangelegenheiten der Ostregion geführt.
Dieser Fall zeigt, wie ernst die Lage ukrainischer Kriegsgefangener ist und welche Konsequenzen eine Zusammenarbeit mit dem Aggressor haben kann. Kollaboration im Krieg wird als schweres Verbrechen gewertet. Die Ermittlungen auf höchster Ebene unterstreichen den Willen der ukrainischen Justiz, solche Taten zu ahnden und die Rechte der Soldaten zu schützen.
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