Nur drei Prozent der Ernte eingebracht: Russland kämpft 2026 mit massiven Verzögerungen.

Nur drei Prozent der Ernte eingebracht: Russland kämpft 2026 mit massiven Verzögerungen
Nur drei Prozent der Ernte eingebracht: Russland kämpft 2026 mit massiven Verzögerungen

Ernte in Russland hinkt hinterher

Nach Angaben von Espreso.tv: Die diesjährige Erntesaison in Russland startet mit erheblichen Verspätungen: Statt planmäßig voranzukommen, liegt der Arbeitsfortschritt ein bis zwei Wochen hinter dem üblichen Zeitplan. Bis zum 1. Juli wurden lediglich drei Prozent der vorgesehenen Fläche – umgerechnet 1,3 Millionen Hektar – gedroschen. Hauptgründe sind Lieferengpässe bei Treibstoff und widrige Wetterbedingungen. Solche Verzögerungen bei der Ernte könnten den gesamten Agrarsektor des Landes belasten.

Die Versorgung der landwirtschaftlichen Betriebe mit Kraftstoff gestaltet sich schwierig: Die Auslieferung kann zwischen fünf und zehn Tagen dauern, was die Arbeiten auf den Feldern zusätzlich erschwert. Große Agrarkonzerne haben zwar ihren Dieselbedarf bis Ende 2026 gesichert, doch viele kleinere Betriebe kämpfen mit Engpässen. Ende Juni räumte Präsident Wladimir Putin die Probleme ein, verhängte ein vollständiges Exportverbot für Benzin und versprach, die Treibstofflieferungen in die Regionen stärker zu kontrollieren.

Kraftstoffversorgung bleibt angespannt

Parallel dazu haben russische Unternehmen die Verschiffung von Diesel ins Ausland nahezu komplett eingestellt – ein Schritt, der die Lage weiter zuspitzt. Am 2. Juli brach zudem ein Feuer in der Raffinerie „Lukoil-Nischni Nowgorodnefteorgsintez“ aus. Hinzu kommen Angriffe: Der ukrainische Sicherheitsdienst traf die Raffinerien in Slawjansk und Jaroslawl, was die ohnehin kritische Treibstoffversorgung für die Landwirtschaft zusätzlich gefährden könnte.

Wladimir Putin versicherte, dass die landwirtschaftlichen Betriebe „vollständig mit Treibstoff versorgt werden“.

Die Verzögerungen bei der Ernte und die anhaltenden Treibstoffprobleme setzen Russlands Agrarsektor unter Druck – ein Sektor, der bereits unter internationalen Sanktionen und internen Krisen leidet. Sollte sich die Versorgungslage nicht verbessern, drohen niedrigere Erträge und steigende Lebensmittelpreise, was wiederum die gesamte Wirtschaft des Landes belasten könnte. Angesichts dieser Entwicklungen bleibt abzuwarten, wie sich die Situation auf dem russischen Agrarmarkt weiterentwickelt und welche Folgen dies für die kommenden Monate haben wird.


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