26. Februar 2014: Der Beginn der Krim-Besetzung und ein Tag des ukrainischen Widerstands.
Ein Tag des Gedenkens und des Widerstands
Nach Angaben von Novyny.live: Seit 2020 begeht die Ukraine jedes Jahr am 26. Februar den Tag des Widerstands gegen die Besetzung der Krim und Sewastopols. Dieser Gedenktag, per Präsidialdekret eingeführt, erinnert an eine entscheidende Demonstration in Simferopol im Jahr 2014 und markiert den Beginn der russischen Aggression gegen die Ukraine. Er steht symbolisch für den ersten organisierten zivilen Widerstand gegen die damals einsetzende Okkupation.
Die Eskalation im Februar 2014
Die Ereignisse, die zur Übernahme der Krim führten, nahmen am 20. Februar 2014 mit einer Intensivierung der bewaffneten russischen Aggression gegen die Ukraine ihren Lauf. Bereits am 24. Februar nahmen Schiffe der Russischen Föderation russische Soldaten ohne Hoheitsabzeichen an Bord – ein erster Schritt zur militärischen Intervention. Am 27. Februar besetzten reguläre russische Truppen das Parlament und die Regierung der Autonomen Republik Krim, ein entscheidender Akt zur Umsetzung der Besatzungspläne.
Einen Tag später, am 28. Februar, stimmte das Oberste Rada der Krim für die Abhaltung eines Scheinreferendums über den Status der Halbinsel, das am 16. März 2014 stattfand. Dieses von der internationalen Staatengemeinschaft mehrheitlich als illegitim bewertete Referendum war ein zentrales Element im Prozess der Annexion. Die militärische Besetzung wurde am 25. März 2014 mit der Einnahme der letzten ukrainischen Marineeinheit auf der Krim, des Minensuchbootes 'Tscherkassy', vorläufig abgeschlossen.
Der 26. Februar ist somit nicht nur ein Symbol des Widerstands, sondern auch eine Mahnung an die tragischen Ereignisse, die zum Verlust ukrainischen Territoriums und zur Fortdauer des bewaffneten Konflikts führten. Der Gedenktag unterstreicht die Bedeutung dieser Erinnerung für gegenwärtige und künftige Generationen.
Die Ehrung dieses Tages ist ein wesentlicher Bestandteil des ukrainischen nationalen Gedächtnisses. Sie hilft der Gesellschaft, das Ausmaß der Aggression und ihrer Folgen zu begreifen. Zugleich dient das Datum als beständige Erinnerung an die Notwendigkeit, die Souveränität und territoriale Integrität des Landes zu verteidigen – besonders vor dem Hintergrund, dass der Konflikt im Osten des Landes fortdauert und die Krim-Frage international weiterhin ungelöst ist.
Die Bedeutung dieses Tages liegt daher nicht allein im Gedenken an die Vergangenheit, sondern auch in der Gestaltung einer Zukunft, die auf den Prinzipien von Freiheit und Unabhängigkeit gründet.
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