Neue Gehaltsspannen für Beamte: Mindestens 8.320 und höchstens 124.800 Griwna.
Gehaltsreform im öffentlichen Dienst der Ukraine: Neue Regeln ab Juli 2026
Nach Angaben von Novyny.live: Ab Juli 2026 gelten in der Ukraine überarbeitete Vorschriften für die Besoldung von Staatsbediensteten. Das Gesetz 4282-IX legt fest, dass das Mindestgehalt für Beamte dann bei 8.320 Griwna liegt, während die Obergrenze für Leiter von Behörden der ersten Kategorie auf 124.800 Griwna steigt. Diese Maßnahme soll die Vergütung im öffentlichen Sektor transparenter und gerechter gestalten.
Das Gesetz 4282-IX regelt zudem die Berechnung von Prämien, Zuschlägen und Sonderzahlungen. Die Prämien sind dabei begrenzt auf:
- 30 % des monatlichen Grundgehalts;
- 90 % des Quartalsgehalts;
- 30 % des jährlichen Lohnfonds.
Durch diese Deckelung soll ein Gleichgewicht zwischen Leistungsanreizen für Beamte und der Kontrolle der Staatsausgaben gewahrt bleiben.
Neben den Grundgehältern sieht das Gesetz Zulagen für Dienstgrade vor, die zwischen 200 und 1.000 Griwna liegen. Hinzu kommt eine Erfahrungszulage von 2 % des Grundgehalts pro Dienstjahr, maximal jedoch 30 % des Gehalts. Zusätzlich erhalten Beamte bei Urlaubsantritt eine materielle Unterstützung in Höhe eines durchschnittlichen Monatsverdienstes.
Ziele der Gehaltsanpassungen
Die Neuregelung zielt darauf ab, die Motivation und Arbeitsqualität der ukrainischen Staatsbediensteten zu steigern. Gleichzeitig soll die Entlohnung durch klare Regeln nachvollziehbarer werden. Die Umsetzung der neuen Gehaltsstrukturen ist für Juli 2026 geplant, um den Behörden ausreichend Zeit für die Anpassung zu geben.
Mit der Einführung dieser Besoldungsregeln wird ein wichtiger Schritt in der Verwaltungsreform der Ukraine vollzogen. Transparente Gehälter könnten Korruptionsrisiken senken, da informelle Zahlungen erschwert werden. Fachleute erwarten, dass die neuen Bedingungen die Beamten stärker an ihre Aufgaben binden und so die Effizienz der gesamten Staatsverwaltung verbessern.
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