89-jähriger Bergmann rettete sich aus dem Krieg zusammen mit einem Huhn: eine Geschichte von Unerschütterlichkeit und Treue.
Die außergewöhnliche Geschichte eines 89-jährigen Rentners, der sich zusammen mit einem Huhn evakuierte
Nach Angaben von ТСН: Interessante Details über die ungewöhnliche Geschichte des 89-jährigen Kostjantin Oleksijowytsch sind bekannt geworden, der selbstständig aus der Konfliktzone mit seinem Huhn evakuierte. Dieser Vorfall erhielt im Internet große Aufmerksamkeit, da der Mann sein Haustier nicht zurückließ und schnell an einen sicheren Ort in der Region Charkiw floh.
Über die Ereignisse berichten Zeugen des Vorfalls sowie Vertreter der humanitären Mission „Proliska“. Tetjana Koloda, eine der Spezialisten der Mission, stellte fest:
„Dieser Großvater kam zu uns, als meine Schicht gerade begann, ich war gerade im Dienst. Er lebte im Dorf Hanniwka (Gemeinde Dobropil, Oblast Donezk). Er kam ganz allein, fuhr selbst das Auto und hatte ein Huhn dabei. Er war völlig aufgeregt, wir haben ihn aufgewärmt und mit Tee versorgt. Als wir das Huhn sahen, war der erste Gedanke, dass er vielleicht nichts zu essen hat. Wir fragten ihn nach dem Huhn, und er antwortete, dass es seine Freundin sei. Er erzählte, dass sie 5 Jahre alt sei und dass er zwei Jahre lang alle Beschüsse mit ihr überlebt habe. Er berichtete, dass er während der Fahrt im Auto mit ihr Zwieback teilte. Meine Kollegen erzählten, dass er sich mit ihr unterhält — ihm etwas erzählt und sie antwortet ihm auf ihre Art. Ich habe viele Dinge gesehen, aber dieser Großvater ist mir am meisten im Gedächtnis geblieben. Er arbeitete 24 Jahre lang in der Mine.
Die humanitäre Mission half dem Mann, die erforderlichen Dokumente und Dienstleistungen für die Beantragung von finanzieller Hilfe zu erhalten, und ein Psychologe verband ihn mit seinem Stiefsohn.
Kostjantin Oleksijowytsch fand Zuflucht bei seiner Familie
Es stellte sich heraus, dass Kostjantin Oleksijowytsch jetzt bei seinem Stiefsohn in der Oblast Kirovohrad lebt. Der Stiefsohn Serhij Kucharenko erzählte:
„Das ist mein Stiefvater, und ich habe ihn zusammen mit dem Huhn zu mir nach Kirovohrad geholt. Jetzt kümmern wir uns um die erforderlichen Dokumente. Wir sind ebenfalls Internally Displaced Persons (IDPs). Nach Beginn der groß angelegten Invasion boten wir ihm an, zu uns zu kommen, aber er lehnte damals ab und sagte, er wolle zu Hause bleiben. Dann gab es zwei Vorfälle, nach denen er es wagte. Zuerst fiel ein Geschoss in ein Nachbarhaus, dann in ein anderes. Er erzählte uns, dass er ins Auto stieg und dorthin fuhr, wo er hinsah. Der Weg führte ihn nach Lozova. Er hatte auch seinen Hund dabei, aber der Hund ging verloren — er lief aus dem Auto und danach konnte man ihn nicht mehr finden. Sein Huhn ist hier bei uns, sitzt in einer Kiste.
Kostjantin Oleksijowytsch selbst sagt, dass es ihm jetzt gut geht:
„Gott-sei-Dank, ich lebe jetzt nicht schlecht. Das Huhn ist am Leben. Es hat keinen Namen. Einfach Huhn. Zwei Jahre habe ich nur mit ihr gelebt. Ich werde bei der Familie bleiben, bis der Krieg vorbei ist. Am 8. April werde ich 90 Jahre alt. Ich bin kaum aus meinem Haus entkommen, dort ist alles kaputt. Mein Huhn hat mir geholfen. Um mich herum wurde geschossen, aber ihre Anwesenheit hat mir irgendwie geholfen, zu überleben. Es war nicht so traurig mit ihr. Jetzt sind gute Menschen um mich herum.“
Die Geschichte von Kostjantin Oleksijowytsch ist ein leuchtendes Beispiel für Menschlichkeit und Loyalität. In schwierigen Zeiten, in denen sich das Leben vieler Menschen drastisch verändert, können diese einfachen, aber wichtigen Bindungen zu Tieren eine Quelle der Unterstützung und des Trostes werden. Sein Fall zeigt nicht nur die Stärke menschlicher Bindung, sondern auch die Wichtigkeit humanitärer Hilfe in Krisensituationen.
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