Pflegeleichte Blumen für ukrainische Friedhöfe: Diese Pflanzen gedeihen ohne viel Aufwand.
Tradition der Grabgestaltung mit Pflanzen in der Ukraine
Nach Angaben von TSN.ua: In der Ukraine ist es seit jeher Brauch, Gräber mit Pflanzen zu schmücken – als Ausdruck der Erinnerung an die Verstorbenen. Die Auswahl der richtigen Gewächse ist dabei entscheidend: Sie sollten anspruchslos, widerstandsfähig gegenüber wechselnden Bedingungen und möglichst lange blühend sein. Nur so bleibt das Grab über einen längeren Zeitraum hinweg ansehnlich, ohne dass ständige Pflege nötig ist.
Pflanzenauswahl nach Bodenart und Lichtverhältnissen
Welche Pflanzen sich eignen, hängt maßgeblich von der Bodenbeschaffenheit ab. Folgende Empfehlungen gelten:
- Auf lehmigen Böden gedeihen Maiglöckchen, Schwertlilien (Iris) und Astilben besonders gut;
- Für sandige Erde sind Hortensien, Lavendel und Rosmarin die richtige Wahl;
- Bei leicht sandigen (anmoorigen) Böden fühlen sich Dahlien, Stiefmütterchen und Pfingstrosen wohl.
Darüber hinaus spielt die Sonneneinstrahlung eine wichtige Rolle. An sonnigen Standorten wachsen prächtig:
- Gänseblümchen,
- Geranien,
- Sonnenblumen.
Im Schatten hingegen lassen sich folgende Arten kultivieren:
- Veilchen,
- Funkien (Hosta),
- Astilben.
Zu den beliebten bodendeckenden Pflanzen für Gräber zählen:
- Immergrün (Vinca),
- Fetthenne (Sedum),
- Pfennigkraut,
- Erdbeeren.
Bei den mehrjährigen Gewächsen werden am häufigsten gesetzt:
- Tulpen,
- Narzissen,
- Vergissmeinnicht,
- Sonnenhut (Echinacea),
- Rudbeckie,
- Maiglöckchen,
- Schafgarbe,
- Hauswurz (Steinrose),
- Lavendel,
- Hortensien.
Diese Stauden überzeugen nicht nur durch ihre Schönheit, sondern auch durch ihre Langlebigkeit. Wer lieber auf einjährige Pflanzen setzt, greift zu:
- Kosmee (Schmuckkörbchen),
- Stiefmütterchen,
- Ringelblume,
- Gartennelke,
- Kornblume.
Die Grabgestaltung mit Pflanzen in der Ukraine ist somit weit mehr als nur Dekoration: Sie bewahrt die Erinnerung an die Verstorbenen und gibt den Hinterbliebenen die Möglichkeit, je nach Boden und Standort optimale Pflege zu leisten. Diese Tradition ist tief in der Kultur verwurzelt und hilft, die Verbindung zur Vergangenheit lebendig zu halten.
Durch die Berücksichtigung von Bodenart und Lichtverhältnissen entstehen ästhetisch ansprechende Arrangements, die ohne großen Pflegeaufwand auskommen. Dieser Brauch fördert zudem lokale Gärtnertraditionen und unterstreicht, wie wichtig die Natur für das Gedenken und das tägliche Leben der Menschen ist.
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