Dreimal klinisch tot: Veteran der 95. Brigade unterrichtet jetzt Schüler in Erster Hilfe am Kampf.

Dreimal klinisch tot: Veteran der 95. Brigade unterrichtet jetzt Schüler in Erster Hilfe am Kampf
Dreimal klinisch tot: Veteran der 95. Brigade unterrichtet jetzt Schüler in Erster Hilfe am Kampf

Der Weg des Jewhenij Schwaab

Nach Angaben von Espreso.tv: Jewhenij Schwaab, ein Veteran der 95. Luftsturmbrigade, überlebte schwere Verwundungen an der Front. Nach seiner erfolgreichen Wiedereingliederung in die Gesellschaft gibt er heute sein Wissen weiter: In Lwiw (Lemberg) unterrichtet er Oberstufenschüler in taktischer Medizin. Seine Geschichte steht beispielhaft für Mut und die Fähigkeit, sich nach einem Trauma zu erholen – und inspiriert damit die junge Generation.

Im Dezember 2022 erlitt Schwaab in der Region Luhansk schwere Verletzungen. Zwei Panzergranaten schlugen nahe seines Unterstands ein, eine dritte traf ihn direkt. Die Folgen waren gravierende Schäden am rechten Bein, Splitter im Rücken sowie innere Verletzungen. Nach der Verwundung verbrachte er 40 Tage auf der Intensivstation, wo er drei klinische Tode durchlebte. Nach Behandlung und Rehabilitation erhielt er im Zentrum „Unbroken“ in Lwiw eine Prothese – ein entscheidender Schritt auf seinem Weg der Genesung.

Zu Beginn der groß angelegten Invasion meldete er sich freiwillig an die Front und diente als Maschinengewehrschütze in der 95. Luftsturmbrigade. Eine Ausbildung in Großbritannien vermittelte ihm die nötigen Fertigkeiten für den Kampfeinsatz. Sein erster Fronteinsatz führte ihn in die Region Luhansk, wo er schließlich verwundet wurde.

Zurück ins Leben: Unterricht für die Jugend

Nach seiner Rückkehr ins zivile Leben entschloss sich Jewhenij, seine Erfahrungen mit der Jugend zu teilen. Im Zentrum für national-patriotische Erziehung in Lwiw begann er, Kurse in taktischer Medizin für Oberstufenschüler zu leiten.

„Natürlich hatte ich Angst. Ich wusste nicht, wie ich mit Kindern arbeiten sollte, aber mit der Zeit habe ich mich angepasst“, gesteht er.

Die Schüler zeigen sich dankbar für seinen Unterricht.

„Er ist so ein Lehrer, der uns wirklich zum Lernen motiviert, ehrlich“, sagt die Zehntklässlerin Lilija. Eine weitere Schülerin, Katja, fügt hinzu: „Ich würde den ganzen Tag in dieser Schule verbringen.“ Dies zeigt, dass Jewhenij Schwaab nicht nur Wissen vermittelt, sondern auch Vertrauen und Lernbegeisterung bei den Jugendlichen weckt.

Schwaabs Werdegang ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie man Schwierigkeiten überwinden und einen neuen Lebenssinn finden kann – indem man anderen hilft. Sein Beitrag zur Jugenderziehung in der Ukraine ist ein wichtiger Schritt für die Entwicklung der national-patriotischen Erziehung.

Seine Lehrtätigkeit unterstreicht, wie bedeutsam die Unterstützung von Veteranen und ihre Rückkehr ins gesellschaftliche Leben nach dem Dienst ist. Die Kurse in taktischer Medizin vermitteln den Schülern nicht nur lebenswichtige Fähigkeiten, sondern fördern auch den patriotischen Geist unter der Jugend. In diesem Zusammenhang kann sein Beispiel anderen Veteranen als Ansporn dienen, die nach Wegen der sozialen Anpassung und Möglichkeiten suchen, einen Beitrag zur Entwicklung ihres Landes zu leisten.


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