Papst-Sondergesandter in Kiew eingetroffen: Das besprach er mit Außenminister Sybiha.

Papst-Sondergesandter in Kiew eingetroffen: Das besprach er mit Außenminister Sybiha
Papst-Sondergesandter in Kiew eingetroffen: Das besprach er mit Außenminister Sybiha

Matteo Zuppi zu Gast in der Ukraine

Nach Angaben von UATV: Am 15. Juli 2023 erreichte Matteo Zuppi, der Sondergesandte von Papst Franziskus, die ukrainische Hauptstadt Kiew. Im Fokus seines Besuchs standen humanitäre Anliegen sowie die Lage an der Front. Besonders intensiv widmete man sich dem Schicksal ukrainischer Geiseln.

Bei dem Treffen mit dem ukrainischen Außenminister Andrij Sybiha betonte dieser die Dringlichkeit, die Frage der ukrainischen Geiseln zu lösen – Menschen, die bislang von wirksamen internationalen Schutzmechanismen ausgeschlossen bleiben.

„Ein besonderes Augenmerk legten wir auf das Schicksal ziviler ukrainischer Geiseln, die außerhalb der Reichweite effektiver internationaler Schutzinstrumente sind. Ich bat um weitere Unterstützung des Heiligen Stuhls bei der Einrichtung eines separaten humanitären Korridors zu ihrer Freilassung“, erklärte Andrij Sybiha.

Darüber hinaus kam während der Unterredung der russische Angriff auf das Höhlenkloster Kiew-Petschersk zur Sprache, der in der ukrainischen Gesellschaft große Besorgnis ausgelöst hat. Anzumerken ist, dass das 975-jährige Bestehen dieses Klosters im August 2023 begangen wird. Der Minister hob zudem die Bedeutung der Unterstützung durch den Heiligen Stuhl in humanitären Belangen hervor:

„Wir schätzen die moralische Autorität des Heiligen Stuhls, seine humanitäre Führungsrolle und seine unerschütterliche Solidarität mit der Ukraine sehr.“

Bedeutung des Besuchs

Die Reise von Matteo Zuppi erwies sich als ein bedeutendes Ereignis, das die fortwährende Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für die Ukraine in einer schwierigen Phase unterstreicht.

Der Besuch von Matteo Zuppi verdeutlicht, wie wichtig die internationale Hilfe für die Ukraine angesichts des anhaltenden Konflikts und der humanitären Krise ist. Die Diskussion über das Geiselthema und die russischen Attacken auf kulturelle Stätten zeigt, wie ernst die Lage ist und wie dringend verstärkte Anstrengungen für die Befreiung der Gefangenen benötigt werden. Die Unterstützung des Heiligen Stuhls könnte eine Schlüsselrolle dabei spielen, humanitäre Wege für die Ukraine zu öffnen – insbesondere im Vorfeld des Jubiläums des Kiewer Höhlenklosters, das den Themen Kulturgutschutz und Menschenrechte im Land zusätzliches Gewicht verleiht.


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