Nur Belgrad enthielt sich: Serbien verweigert Unterschrift unter Kiewer Erklärung – Gipfel ohne Konsens.
Gipfeltreffen 'Ukraine – Südosteuropa' in Kiew
Nach Angaben von Espreso.tv: Am 15. Juli trafen sich in Kiew die Staats- und Regierungschefs mehrerer Länder zum Gipfel 'Ukraine – Südosteuropa'. Dabei verabschiedeten die Teilnehmer eine gemeinsame Erklärung, die als Kiewer Deklaration bekannt wurde. In diesem Dokument verpflichten sich die Unterzeichner, die Ukraine weiter zu unterstützen und den Druck auf Russland zu erhöhen. Die einzige Ausnahme bildete Serbien, das seine Zustimmung verweigerte.
'Ich bin der Einzige, der diese Erklärung nicht unterzeichnet hat. Lesen Sie den Text – dann wird alles klar, und ich muss nichts weiter erklären.' Aleksandar Vučić
Neben dem serbischen Präsidenten waren auch die Führungsspitzen aus Moldau, Rumänien und Kroatien angereist. Vučić betonte, dass sein Land die territoriale Integrität der Ukraine grundsätzlich befürworte: 'Jeder kennt unseren Standpunkt, und ich kenne ihre Positionen.' Er unterstrich zudem die Bedeutung eines offenen Austauschs auf dieser Ebene: 'Für mich und alle anderen ist es äußerst wichtig, dass wir hier nicht nur die Lage, sondern auch unsere politischen Haltungen diskutieren. Natürlich tue ich das, um die nationalen Interessen Serbiens zu wahren.'
Schwerpunkte der Zusammenarbeit
Der Gipfel in Kiew diente als Plattform, um die drängendsten Fragen der Kooperation zwischen den südosteuropäischen Staaten zu erörtern – insbesondere im Hinblick auf die Unterstützung der Ukraine und die Abwehr russischer Aggression. Dass Serbien die Deklaration nicht mittrug, verdeutlicht die vielschichtigen politischen Positionen in der Region, die noch weiterer Gespräche bedürfen.
Dieser Schritt könnte künftig die regionale Politik prägen und das Verhältnis zwischen Belgrad und den anderen Teilnehmerstaaten des Gipfels nachhaltig beeinflussen. Beobachter werten die serbische Haltung als Zeichen für Belgrads Balanceakt zwischen EU-Annäherung und traditionellen Bindungen zu Moskau.
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