Sonderermittlungsausschuss: Wie Telegram-Kanäle im Krieg Geld verdienen.

Sonderermittlungsausschuss: Wie Telegram-Kanäle im Krieg Geld verdienen
Sonderermittlungsausschuss: Wie Telegram-Kanäle im Krieg Geld verdienen

Anhörung im Untersuchungsausschuss in Kiew

Nach Angaben von Novyny.live: In Kiew fand am 10. März eine Sitzung des temporären Untersuchungsausschusses (TSC) statt. Dort legte Viktoriya Syumar erstaunliche Zahlen offen: Populäre Telegram-Kanäle können während des Krieges bis zu 20.000 US-Dollar täglich einnehmen. Für ein einzelnes Informationspaket sind sogar Zahlungen von bis zu 40.000 Dollar möglich.

Die Abonnentenzahlen dieser Kanäle bewegen sich zwischen 400.000 und einer Million. Syumar wies darauf hin, dass diese Informationen keinerlei Prüfung unterliegen. Im Gegensatz zu klassischen Medien tragen die Betreiber der Telegram-Kanäle zudem keine Verantwortung für die von ihnen geschaltete Werbung. Diese fehlende Regulierung schafft einen deutlichen Wettbewerbsnachteil für etablierte Medienhäuser.

„Der Informationsausschuss weiß sehr gut, wie das funktioniert. Denn im Prinzip trägt jedes andere Medium Verantwortung.“

Viktoriya Syumar

Weitere Wortmeldungen in der Sitzung

Iryna Borzova, eine weitere Teilnehmerin der Anhörung, erklärte, dass im Parlament derzeit keinerlei Gesetzesvorlagen zur Blockade von Telegram vorlägen. Die Frage der Regulierung bleibt somit offen, während der Einfluss der Kanäle auf die ukrainische Informationslandschaft weiter wächst.

Die Diskussion im Untersuchungsausschuss unterstreicht die Dringlichkeit, Informationsressourcen in der Ukraine besser zu kontrollieren. Das Fehlen gesetzgeberischer Initiativen zur Regulierung könnte den Einfluss dieser Plattformen auf die öffentliche Meinung noch weiter verstärken.

Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, Mechanismen zu finden, die eine größere Verantwortung der Telegram-Kanalbetreiber für die verbreiteten Inhalte sicherstellen. Dies könnte ein zentraler Aspekt für künftige gesetzliche Regelungen werden.


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