Wissenschaft belegt: Kaugummikauen reduziert Stress und verbessert die Konzentration.

Wissenschaft belegt: Kaugummikauen reduziert Stress und verbessert die Konzentration
Wissenschaft belegt: Kaugummikauen reduziert Stress und verbessert die Konzentration

Nach Angaben von ТСН: Forscher der Universität Szczecin in Polen haben herausgefunden, dass die Gewohnheit, Kaugummi zu kauen, die Konzentration verbessern und Stress reduzieren kann.

Die Autoren der Studie haben mit MRT, EEG und Nahinfrarotspektroskopie festgestellt, dass das Kauen die Aktivität des Gehirns in Bereichen beeinflusst, die für Bewegung, Aufmerksamkeit und Stressregulation verantwortlich sind.

Es stellte sich heraus, dass Kaugummi nicht nur die motorischen und sensorischen Netzwerke des Gehirns aktiviert, die am Kauen beteiligt sind, sondern auch höhere Bereiche, die mit Aufmerksamkeit, Wachsamkeit und emotionaler Kontrolle verbunden sind.

Die Forscher bestätigten bereits bekannte Informationen, dass Kaugummikauen Stress reduzieren kann, jedoch nur unter bestimmten Umständen. In Labor-Experimenten berichteten Teilnehmer, die während stressiger Aufgaben, wie öffentlichen Reden oder mentalen Berechnungen, Kaugummi kauen, häufiger, dass sie weniger Angst empfanden als diejenigen, die keinen Kaugummi kauten.

In medizinischen Situationen, die mit starkem Stress verbunden sind, wie kurz vor einer Operation, reduzierte das Kauen von Kaugummi jedoch nicht immer die Angst und brachte keinen signifikanten Nutzen, wenn die Teilnehmer mit unklaren, frustrierenden Problemen konfrontiert wurden.

Die Forscher fanden auch heraus, dass Teilnehmer, die Kaugummi kauten, keine besseren Erinnerungen an Wortlisten oder Geschichten hatten als diejenigen, die dies nicht taten, und jede Verbesserung der Aufmerksamkeit sofort nach dem Kauen verschwand.

„Obwohl diese Effekte oft kurzfristig sind, hebt die Bandbreite der Ergebnisse… die Fähigkeit von Kaugummi hervor, Gehirnfunktionen zu modulieren, die über die einfache Kontrolle der Mundbewegungen hinausgehen. Zum jetzigen Zeitpunkt können jedoch die neuronalen Veränderungen, die mit dem Kauen von Kaugummi verbunden sind, nicht direkt mit den positiven Verhaltens- und Funktionsergebnissen, die in Studien beobachtet werden, in Verbindung gebracht werden“, schlossen die Forscher.

Die Geschichte des Kaugummis

Die Geschichte des Kaugummis reicht mindestens 8000 Jahre zurück. Diese Gewohnheit hat ihren Ursprung in Skandinavien, wo die Menschen Birkenharz kauten, um es zu erweichen und als Kleber für Werkzeuge zu verwenden.

Auch andere alte Kulturen, darunter die Griechen, Ureinwohner Amerikas und Maya, kauten Baumharz zur Unterhaltung oder Beruhigung.

Am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verwandelte William Wrigley Jr. Kaugummi von einem Kuriosum in eine Massenverbrauchergewohnheit. Seine Marken bewarben Kaugummi als Mittel zur Beruhigung von Nerven, zur Stillung von Hunger und zur Verbesserung der Konzentration.

In den 1940er Jahren zeigten Studien, dass das Kauen von Kaugummi Spannungen reduziert, erklärten jedoch nicht, warum das so ist. Jetzt beginnen Wissenschaftler allmählich, die biologischen Ursachen dieser alten Überzeugungen zu entschlüsseln.

Parallel dazu zeigte eine aktuelle Studie, dass Videospiele einen stärkeren Einfluss auf die Entwicklung von Denkfähigkeiten haben können als traditionelle Brettspiele, einschließlich Schach.


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