Ab wann der E-Auto-Akku schlappmacht: Neue Studie mit 50.000 Fahrzeugen.

Ab wann der E-Auto-Akku schlappmacht: Neue Studie mit 50.000 Fahrzeugen
Ab wann der E-Auto-Akku schlappmacht: Neue Studie mit 50.000 Fahrzeugen

Wie lange hält der Stromer-Akku? Eine Langzeitanalyse

Nach Angaben von Novyny.live: Eine gemeinsame Untersuchung von TÜV Nord und Carly hat den Verschleiß von Hochvoltbatterien in Elektroautos unter die Lupe genommen. Grundlage der Analyse sind die Daten von 50.000 Fahrzeugen. Die Forscher ermittelten konkrete Schwellenwerte, ab denen die Batteriekapazität merklich nachlässt. Der betrachtete Zeitraum erstreckt sich von 2016 bis 2026 und erlaubt so einen tiefen Einblick in die Langzeit-Performance der Energiespeicher.

Die Ergebnisse zeigen, dass der sogenannte „State of Health“ (SoH) der Akkus bis zu einer Laufleistung von 90.000 Kilometern auf einem konstant hohen Niveau bleibt. Im Schnitt verlieren die Batterien pro 10.000 Kilometer lediglich 0,7 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Selbst nach 90.000 Kilometern verfügen die Akkus noch über 93 bis 94 Prozent ihrer anfänglichen Leistungsfähigkeit. Erst nach Überschreiten dieser kritischen Marke beschleunigt sich der Alterungsprozess deutlich: Dann steigt der Kapazitätsverlust auf 2,3 Prozent pro 10.000 Kilometer.

Große Unterschiede zwischen den Herstellern

Die Studie offenbart zudem erhebliche Unterschiede in der Batteriequalität zwischen den Automarken. Zu den Herstellern mit den besten Werten zählen Hyundai, Kia und Mercedes. Ihre Fahrzeuge behalten auch nach mehreren Jahren im Einsatz noch 90 bis 95 Prozent der Batteriekapazität. Ältere Modelle von Volkswagen, Renault und Citroën schneiden hier deutlich schlechter ab: Bei ihnen liegt die Restkapazität nur noch zwischen 70 und 80 Prozent. Dies zeigt, wie stark die Zuverlässigkeit der Akkus vom Hersteller abhängt.

Ein wesentlicher Faktor für einen beschleunigten Verschleiß ist die häufige Nutzung von Schnellladestationen. Diese Belastung wirkt sich negativ auf den Zustand der Batteriezellen aus. Dieses Thema gewinnt mit der wachsenden Verbreitung von Elektroautos zunehmend an Bedeutung. Für Verbraucher wird es daher immer wichtiger, nicht nur auf die Neuwagen-Daten, sondern auch auf die Langzeitstabilität der Batterietechnik zu achten. Die Studienergebnisse liefern sowohl für Autokäufer als auch für die Hersteller selbst entscheidende Erkenntnisse. Ein besseres Verständnis der Verschleißraten und der Markenunterschiede hilft Käufern, fundiertere Entscheidungen zu treffen, und gibt den Herstellern konkrete Anhaltspunkte, um ihre Technologien und Marktangebote weiterzuentwickeln.


Lesen Sie auch

Werbung